Umbau der Ortsdurchfahrt Ihringshausen: Noch keine Einigung für Sparvarianten

Blick von der Kirche auf die Veckerhagener Straße: Der Gehweg (rechts) soll bei einem Umbau erhalten bleiben. Viele wünschen sich in diesem Bereich, der von Autos dominiert wird, ein schöneres Ambiente für Passanten und Kundschaft der umliegenden Geschäfte. Foto: Dilling

Fuldatal. Wie geht es weiter mit der Planung für den Umbau der Veckerhagener Straße, nachdem das Land Hessen der Gemeinde einen erheblich niedrigeren Zuschuss zugesagt hat, als einkalkuliert worden war?

Diese Frage ist wohl auch nach einem interfraktionellen Gespräch mit Bürgermeister Karsten Schreiber (CDU) in dieser Woche noch nicht abschließend entschieden. Die Verwaltung habe nur über einen Zwischenstand berichtet, teilte Tore Florin, Fraktionschef der CDU, auf Anfrage mit. Die Marschrichtung scheint indessen klar zu sein: Zum einen schauen die Planer, wo das Vorhaben abgespeckt werden kann. Zum anderen will man nach neuen Geldquellen Ausschau halten. Es seien deshalb auch weitere Gespräche mit der Landesbehörde Hessen Mobil geplant. „Klar ist, dass es beim Ausbau bleibt“, sagte Florin.

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Allerdings seien beispielsweise Abstriche im letzten Bauabschnitt, im Bereich des Neubaugebiets „Hasenstock“ möglich, meinte Florin, dessen Stellvertreter Alexander Lorch für die CDU die Sitzung besucht hatte. Der Gehweg an der Kirche werde auf jeden Fall erhalten bleiben.

Wie breit dieser dann sein werde und ob dafür wirklich ein Teil des Kirchengrundstücks erworben werden müsse, sei noch nicht entschieden. Bürgermeister Schreiber sprach im Vorfeld der Sitzung von „Varianten“ der neuen Umbauplanung, deren Kosten man derzeit ermittele. Einzelheiten wolle er aber noch nicht öffentlich machen, diese wolle er erst einmal den politischen Gremien vorstellen.

SPD und Grüne kamen nicht

An der interfraktionellen Sitzung am Rosenmontag, auf deren Tagesordnung noch viele andere Themen standen, hatten Vertreter von CDU und FDP sowie die Gemeindevertretungsvorsitzende Stefanie Roß-Stabernack (SPD) teilgenommen. Die Fraktionen von SPD und Bündnisgrünen hatten abgesagt. Wegen des Karnevals sei man wegen anderer Termine verhindert gewesen, sagte SPD-Fraktionschefin Heidrun Gottschalk auf Anfrage. Die Einladung habe die SPD auch erst vier Tage vor der Sitzung, am Donnerstag, erreicht. Das sei zu kurzfristig gewesen.

Thomas Ackermann, Fraktionschef der Bündnisgrünen, kritisierte gegenüber der HNA diese Terminierung heftig. Die Fraktion habe nur eine E-Mail erhalten. Er habe gegen diese Form der Einladung und deren Kurzfristigkeit protestiert.

Der Sinn der - formlosen - interfraktionellen Sitzungen sei fraglich geworden. Es bestehe die Gefahr, dass Dinge an den Gremien vorbeiliefen. „Manche sprechen schon von Küchenkabinett“, sagte er.

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