Scheibe durchschlagen

Vorfall bei Ihringshausen: Cantus-Zug mit Steinen beworfen

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Der blaue Cantus - das Foto zeigt nicht den betroffenen Zug - kam aus Göttingen. 

Fuldatal/Kassel. Es war am vergangenen Freitag kurz nach 13 Uhr, als die Fahrgäste des Cantus-Zuges von Göttingen nach Kassel einen furchtbaren Schreck bekamen.

Der blaue Zug hatte nach dem Halt in Fuldatal-Ihringshausen gerade wieder Fahrt aufgenommen, als er mit Steinen beworfen wurde. Sie trafen eine Scheibe und durchlöcherten sie.

Loch im Sicherheitsglas: Mindestens einer der Steine durchschlug die Scheibe.

„Reisende wurden bei dem Vorfall zum Glück nicht verletzt“, sagte Peter Dittel, Sprecher der für die Überwachung des Bahnverkehrs zuständigen Bundespolizeiinspektion in Kassel. Eine Zeugin, die unweit derStelle saß, an der die Steine einschlugen, habe die Beamten alarmiert. Der beschädigte Zug wurde nach Angaben Dittels aus dem Betrieb genommen. Bahnbetreiber Cantus habe einen Ersatzzug geschickt. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Wo genau der oder die Täter standen, als sie die Steine warfen, wissen die Ermittler nicht. Dittel: „Die Tat muss sich kurz nach der Ausfahrt in Ihringshausen ereignet haben.“ Der Schaden an dem Zug wird mit 2000 Euro beziffert.

Hinweise nimmt die Bundespolizei in Kassel unter der Telefonnummer 0561/81616 entgegen. Zeugen können für eine Aussage auch die bundesweite Servicenummer 0800/6 888 000 nutzen oder sich im Internet an die Ermittler wenden.

Hintergrund: Strafgesetzbuch sieht mindestens drei Monate Freiheitsentzug vor

In dem Fall von Ihringshausen ermittelt die Bundespolizei gegen Unbekannt wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Demnach wird bestraft, wer „Anlagen oder Beförderungsmittel zerstört“, und dadurch „Leib und Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet“. Das Strafgesetzbuch (§ 315) sieht dafür eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zehn Jahren vor. Liegt ein minderschwerer Fall vor, so liegt die Strafe zwischen drei Monaten und fünf Jahren. Auch der Versuch eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ist strafbar. 

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