Wilhelmshausen: Familie Fuchs eröffnet  kleinen Dorfladen mit Fleischerei

Wurstspezialitäten und mehr: In ihrem Laden „Die Wilhelmshäuser“ bieten Fleischergeselle Marcel Fuchs (Zweiter von rechts) und Fleischermeister Kai Stützer neben Fleisch und Wurst auch viele Lebensmittel des täglichen Bedarfs an. Hier präsentieren sie die Wurstpralinen „Florentiner“ und eine nordhessische Ahle Wurst. Unterstützung gibt es von Vermieterin Elisabeth Seeger (von links), Anna-Lena Fuchs und Sabine Fuchs. Foto:  Schilling

Fuldatal. Als Zwölfjähriger hat Marcel Fuchs zum ersten Mal die Fleischerei an der Holzhäuser Straße in Wilhelmshausen betreten.

Damals war er gekommen, um dem Fleischermeister bei der Arbeit zuzusehen. Bald war er fast jeden Samstag mit von der Partie. Und schnell stand für ihn fest, dass er selbst einmal in dem Beruf arbeiten möchte.

Nun steht Marcel Fuchs wieder in dem kleinen Laden, diesmal nicht als Helfer, sondern als einer der Inhaber. Am Freitag eröffnet der Fleischergeselle gemeinsam mit Fleischermeister Kai Stützer das Geschäft „Die Wilhelmshäuser“.

Die beiden bieten Fleischwaren aus Nordhessen und Thüringen an - und nicht nur das. Auch Butter und Milch, Zucker und Mehl, Marmelade, Kaffee, Reis, Biokartoffeln, Getränke und andere Dinge des täglichen Bedarfs findet man in dem Geschäft.

„Hier können sich die Kunden rundum versorgen. Weil sonst im Ort ja nichts mehr ist“, sagt Sabine Fuchs, die ihrem Sohn Marcel und Kai Stützer mit Rat und Tat zur Seite steht. Und auch Schwester Anna-Lena Fuchs und der Rest der Familie haben kräftig mitgearbeitet. So wurde unter anderem eine neue Theke für Brot, Brötchen und Kuchen gebaut. Viele Wilhelmshäuser haben schon gemerkt, dass sich in dem leer stehenden Geschäft wieder etwas tut. „Die sind alle so herzlich. Viele kommen, bieten ihre Hilfe an und freuen sich auf die Eröffnung“, erzählt Sabine Fuchs. Eine, die sich besonders freut, ist Vermieterin Elisabeth Seeger. Als Marcel Fuchs ihr seine Geschäftsidee vorstellte, zögerte sie nicht lang und vermietete ihm den Laden. „Den Marcel kannte ich ja schon. Der hat schon beim Vorgänger immer mitgearbeitet. Da war das keine schwere Entscheidung“, sagt sie.

Gelernt hat der 22-Jährige bei der Hausschlachterei Lämmerhirt in Ihringshausen, wo er auch drei Jahre als Geselle gearbeitet hat. „Der Betrieb hat mir auch jetzt Unterstützung angeboten“, freut sich der Jungunternehmer. Wichtig ist Marcel Fuchs und Kai Stützer, dass sie Wurst und Fleisch von Tieren aus der Region anbieten. „Die werden artgerecht gehalten“, betont Fuchs. Auf Bestellung bekommt man im Laden zudem Wild und Biofleisch.

Fragt man die beiden, welche Wurst ihnen selbst am besten schmeckt, fällt ihnen die Wahl schwer. Zwei Empfehlungen lassen sie sich aber doch entlocken. Zum einen die „Eichsfelder Feldkieker“, eine Ahle Wurst aus Thüringen, die neun Monate lang reift. „Da schmeckt man das Aroma des Fleisches und die Gewürze“, schwärmt Kai Stützer. Und Marcel Fuchs stellt mit den „Florentinern“ eine Art Wurstpraline vor, mit italienischem Gewürz und Edelschimmelnote. „Die sind mit einem Bissen im Mund, wie ein kleiner Snack.“

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