Gerichtsprozess: Polizist soll nach Unfall betrogen haben

Kassel. Vor der 9. Kleinen Strafkammer des Landgerichts Kassel beginnt am Dienstag, 5. Juli, um 9 Uhr das Berufungsverfahren gegen vier Männer aus dem Landkreis Kassel wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen Betruges beziehungsweise des Vorwurfs der Beihilfe zum Betrug.

Mit Urteil vom 16. Juli 2009 hatte das Amtsgericht Kassel drei der Angeklagten im Alter von 59, 35 und 34 Jahren von dem gegen sie erhobenen Vorwurf des gemeinschaftlichen Betruges sowie den vierten, 47-jährigen Angeklagten von dem gegen ihn erhobenen Vorwurf der Beihilfe zum Betrug „aus tatsächlichen Gründen” freigesprochen. Das teil die Staatsanwaltschaft mit.

Nach der Anklageschrift war drei Angeklagten zur Last gelegt worden, am 24. Juni 2004 einen Verkehrsunfall vorgetäuscht zu haben, um hierdurch „Sach- und Personenschäden im Wege betrügerischen Verhaltens ersetzt zu bekommen”.

Beihilfe geleistet

Der vierte Angeklagte, so die Staatsanwaltschaft, soll in seiner Eigenschaft als Polizeibeamter den drei anderen Angeklagten hierbei Hilfe geleistet haben. Durch das Fertigen einer polizeilichen Unfallaufnahme habe er bestätigt, dass sich am 24. Juni 2004 der von den Mitangeklagten behauptete Unfall ereignet habe.

Das Landgericht Kassel hatte die gegen das Urteil des Amtsgerichts von der Staatsanwaltschaft eingelegte Berufung mit einem Urteil vom 31. März 2011 verworfen. Das Oberlandesgericht Frankfurt hob das Urteil des Landgerichts Kassel am 28. Februar 2012 auf und verwies den Fall zu neuer Verhandlung und Entscheidung an das Landgericht Kassel zurück.

Nunmehr hat die 9. Kleine Strafkammer über den Sachverhalt zu entscheiden. Zeugen sind zu der Hauptverhandlung nicht geladen worden.

Rubriklistenbild: © dpa

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