1 Million Euro für Grotten-Projekt

Schloss Wilhelmsthal: Goldputten sollen wieder glänzen

Leuchten im winterlichen Sonnenlicht: 29 Figuren und Figurengruppen zierten einmal die Grotte und den Park. Jetzt werden die Putten Stück für Stück aufgearbeitet. Sie sind Teil der Sanierung der Grottenanlage, deren umfangreiche Vorplanungen anlaufen.
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Leuchten im winterlichen Sonnenlicht: 29 Figuren und Figurengruppen zierten einmal die Grotte und den Park. Jetzt werden die Putten Stück für Stück aufgearbeitet. Sie sind Teil der Sanierung der Grottenanlage, deren umfangreiche Vorplanungen anlaufen.

Calden. Historische Substanz fachmännisch zu restaurieren, kostet Zeit und Geld. Ein Beispiel dafür ist das Schloss Wilhelmsthal und da speziell das Sanierungsprojekt Grotte.

Eine Million Euro stellte die Landesregierung der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) für die umfangreichen Planungen zum Sanierungskonzept bereit.

Dieses soll nicht nur die Grotte als Herzstück des Parks umfassen, sondern auch den davor liegenden Kanal mit den Wasserspielen. Dazu den Flutgraben entlang des Ententeiches samt dem historischen, teils noch erhaltenen unterirdischen Leitungssystem, erläuterte Astrid Schlegel, bei der MHK zuständig für Bauangelegenheiten und Denkmalpflege. Wegen der zu erwartenden umfangreichen Planungsarbeiten rechnet man bei der MHK mit dem Beginn der größeren Bauarbeiten erst im Jahr 2015.

Das Schloss im Regiowiki

Aber die Grotte ist nicht die einzige Baustelle der MHK in diesem Jahr. So werden die restlichen der rund 60 verwitterten grünen Klappflügel der Schlossfenster an der Nord- und Südseite instand gesetzt. 2011 wurden schon die Läden zur Gartenseite hin neu gestrichen, 2012 kam die Hofseite an die Reihe. Die Kosten: 40.000 Euro.

Auf dem Plan stehen auch die Sanierung der Gaubenfenster in den zwei Wachhäuschen auf der Hofseite. Die schon begonnenen Arbeiten werden in den nächsten zwei Jahren fortgeführt. Veranschlagte Kosten: 200.000 Euro. Noch gut erhalten ist dort die Dacheindeckung. Und der Aussichtsturm im Schlosspark. Nach der Sanierung der Fassade geht es in diesem Jahr um die Instandsetzung des Innenraumes. Kalkulierte Kosten: 80.000 bis 100.000 Euro.

Zu einem Mammutprojekt ausgewachsen hat sich die Sanierung der Putten entlang des Kanals und an der Grotte. Einige glänzen zwar in der Sonne, die 29 Einzelfiguren und Gruppen aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts sind aber marode.

Deren Restaurierung kostet viel Geld. 15.000 bis 50.000 Euro für eine Figur oder Gruppe laut Dr. Gisela Bungarten, bei der MHK zuständig für Projektmanagement. Insgesamt sind rund 1,6 Millionen Euro – inklusive der Geländer und Balustraden – für die Sanierung kalkuliert.

Deshalb starteten die MHK und Hotelier Helmut Wenzel vom Waldhotel Schäferberg im Frühjahr 2011 die Spendenaktion „Rettet die Putten“. 50.000 Euro kamen seitdem zusammen. Noch einmal 133.000 Euro stellte die MHK seit 2008 für die Restaurierung der Putten bereit. Darin enthalten auch die Kosten für Voruntersuchungen und die Entwicklung des Restaurierungskonzeptes.

Damit ist es gelungen, drei Figuren und Gruppen – eine pro Jahr – wieder instand zu setzen. Die nächste Putte wird laut Bungarten restauriert, sobald wieder genügend Geld auf dem Spendenkonto zusammengekommen ist.

Das Spendenkonto: Kontoinhaber: HCC Hist-Erbe, Bankverbindung: Landesbank Hessen Kassel, Kontonummer: 100 2443, BLZ: 500 500 00. Der Verwendungszweck: 6554/MHK/Spende Putten Wilhelmsthal.

Von Stefan Wewetzer

Kalkstreuer
(2)(0)

Aufpassen.
Nicht das die Dinger dann wie der Keks verschwinden.
Deshalb: Katzengold tut es doch auch. Den Unterschied merkt man doch nicht.

Van Nuelle
(1)(0)

Die sollen Formen von den blöden Dingern herstellen und jedem, der so ne Goldamsel haben will eine Nachildung gegen Entgelt schicken. Zumindest wäre das eine Überlegung, damit keine 20 Jahre für die Instandsetzung verstreichen.

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