Große Sprünge sind nicht drin

Wichtige Einnahmequellen: Die ehemaligen Feuerwehrhäuser in der Gemeinde sind an Handwerksbetriebe und ein Ingenieurbüro verkauft worden und entlasten den Haushalt. Unser Bild zeigt das Gerätehaus in Vollmarshausen, das seit zwei Jahren im Eigentum eines örtlichen Malerbetriebs steht. Foto: Wohlgehagen

Lohfelden schreibt 2016 schwarze Zahlen - Personalkosten klettern auf 8,2 Mio. Euro

Lohfelden. Die Gemeinde Lohfelden kann ihren Etat im nächsten Jahr erneut ausgleichen. Der jetzt von Bürgermeister Michael Reuter (SPD) vorgelegte Ergebnishaushalt hat ein Volumen von 27,4 Millionen Euro und schließt mit einem leichten Plus von 120 000 Euro.

Insgesamt 4,7 Millionen Euro sind für Investitionen vorgesehen. Voraussichtlich kommen noch zwei Millionen Euro für die geplante Komplettsanierung der Sporthalle Vollmarshausen hinzu (die HNA berichtete). Ein Löwenanteil der Ausgaben entfällt auf die Erneuerung von Entwässerungsleitungen (1,1 Millionen Euro), den Straßenbau im Steinweg/Sudetenstraße, in der Oberbreite und in der Leipziger Straße/Losseweg (825 000), auf die Erschließung der Passivhaussiedlung (750 000) und auf ein neues Streusalz-Silo für den Bauhof (200 000).

Große Sprünge kann die Gemeinde nicht machen. Das hat mehrere Gründe: Die Personalaufwendungen sind mittlerweile auf 8,2 Millionen Euro angewachsen. Sie allein zehren 30 Prozent aller Einnahmen auf. Diesen Kostenblock zu senken, im schlechtesten Fall seinen weiteren Anstieg zu vermeiden, dürfte - außer zwingend notwendiger Eingriffe in die Verkehrssituation und der Neugestaltung der Hauptstraße - die eigentliche Herausforderung für den im nächsten Jahr neu ins Amt kommenden Bürgermeister sein.

Eingeschränkt wird der Handlungsspielraum aber auch durch aktuelle Rückgänge bei der Grund- und Gewerbesteuer (minus 220 000 Euro) und 400 000 Euro Mehrkosten für die Umlagen an den Landkreis Kassel sein.

Erfreulich zu werten sind hingegen Zuwächse bei der Einkommensteuerbeteiligung und den Schlüsselzuweisungen des Landes Hessen (insgesamt 450 000 Euro) und eine nochmalige Senkung der Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen um 100 000 Euro auf jetzt 4,3 Millionen Euro. Dieser Erfolg gehe unter anderem auf die Trennung von den bisherigen Feuerwehrhäusern und letztlich auch auf den Verkauf der Kulturhalle zurück, sagte Michael Reuter.

Die Gemeinde Lohfelden beginnt das neue Jahr mit Rücklagen von 15,3 Millionen Euro (i. V. 18,6), denen Schulden von insgesamt 9,1 Millionen Euro (i. V. 9,4) gegenüberstehen. (ppw)

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