Hauptstraßen-Tristesse in Lohfelden ade

Eine Straße ohne Charakter? Um die Hauptstraße in Lohfelden, an der zahlreiche Geschäfte ansässig sind, attraktiver zu gestalten, können Bürger heute ihre Gestaltungswünsche abgeben. Foto: nh

Lohfelden. Die Umgestaltung der Hauptstraße in Lohfelden ist seit Jahren ein Thema. Laternen und Blumenkübel sind in die Jahre gekommen, die Parkplatzsituation befriedigt viele Bürger nicht und auch die Straßenführung wurde in der Vergangenheit häufig kritisiert.

Die Gemeinde will sich der Thematik nun widmen - und fordert heute Bürger und Anlieger auf, ihre Ideen einzubringen.

Um ein Konzept zu schaffen, das die Wünsche und Bedenken der Bürger berücksichtigt, steht heute von zwölf bis 18 Uhr am Berliner Platz ein VW-Bus bereit (siehe Grafik) - eine Ideenschmiede.

„Es ist alles offen“, sagt Bauamtsleiter Rolf Schweitzer, der mit seinen Kollegen des Bauamts, der Jugendpflege, dem beauftragten Kasseler Planungsbüro pwf und dem Bürgermeister (gegen 14 Uhr) vor Ort sein wird.

Vor Ort können engagierte Bürger Wunschzettel ausfüllen und an Führungen durch das Quartier teilnehmen (jeweils ab 15, 16 und 17 Uhr). Während die Erwachsenen sich kreativ austoben, sind die Mitarbeiter der Jugendpflege für die Kinder da.

Wenn auch alles offen scheint, so müssten zwei Bereiche aus Gemeindesicht besonders angegangen werden: Die Kreuzung der Straßen Berliner Straße, Am Stadion und Hauptstraße sowie die Hauptstraße entlang - von der Kreuzung bis zur Söhrestraße.

Kreuzung

Wo sich Berliner Straße, die Straße Am Stadion und die Hauptstraße kreuzen, müsse unbedingt etwas passieren, erzählt Schweitzer. Die Oberfläche der Straße Am Stadion sowie Teile der Hauptstraße müssen saniert werden. Deshalb schaue man sich gleich die komplette Kreuzung an.

Die Straßenbreite ist ein Relikt aus den 70er-Jahren: Bis es zum Konzept des Lohfeldener Rüssels gekommen ist, sei die Idee verfolgt worden, einen Anschluss an die Autobahn 49 zu schaffen. Die Breite der Straße - früher war sie mal eine Kreisstraße - könne man zurückbauen, um die verbleibende Fläche öffentlich nutzbar zu machen, so der Bauamtsleiter. Auch die Situation für schwächere Verkehrsteilnehmer, also Senioren, Behinderte und Kinder, müsste hier verbessert werden.

Hauptstraße

Das weitere Hauptaugenmerk liege auf der Hauptstraße mit ihren Geschäften, so Schweitzer. Da sei noch das alte Bild von vor 30 Jahren zu erkennen - die Straßenlaternen seien veraltet und auch die Blumenkübel überholt. Die optische Planung müsse einhergehen mit der Optimierung des fließenden Verkehrs.

So spiele dabei natürlich auch eine Rolle, „wie man zu den Geschäften kommt“. Barrierefreiheit sei ein Stichwort, das auch mit der Parkplatzthematik einhergehe. Zu der immer wieder aufkommenden Forderung nach mehr Parkplätzen unmittelbar vor den Geschäften sagt er jedoch, dass es davon wohl genügend gebe - nämlich in der parallel zur Hauptstraße verlaufenden Poststraße.

Ziel der Gemeinde ist es, bis zur Haushaltsplanung im Herbst ein Konzept zu entwickeln. Nach der Ideensammlung müsse man schauen, was davon umsetzbar ist. Eine Brücke als Fußgängerüberweg zum Beispiel? Warum nicht, sagt Bauamtsleiter Rolf Schweitzer. „Wir nehmen alle Ideen auf.“

Von Anna Lischper

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.