A44-Tunnel Hirschhagen: Durchstich steht kurz bevor

Helsa / Hess. Lichtenau. Der kommende Freitag wird ein historischer Tag beim Bau der Autobahn 44 zwischen Kassel und Herleshausen: Gut zweieinhalb Jahre nach dem Beginn der Arbeiten wird der Tunnel Hirschhagen durchgestochen.

Die Spezialisten der Firmen Baresel und Köster, die sich von Westen (Waldhofkurve bei Helsa-Eschenstruth) und Osten (Hess. Lichtenau) vorarbeiten, treffen dann unter Tage aufeinander.

Der Durchstich wird vor Ort gefeiert. Erwartet wird Rainer Bomba (CDU), Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium. Außerdem dabei: Tunnelpatin Isolde Posch, Frau des früheren hessischen Verkehrsministers Dieter Posch (FDP).

Der Tunnel - beide Röhren sind jeweils rund 4200 Meter lang - ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert: Er unterquert bei Eschenstruth die Bundesstraße 7, die Trasse der Lossetalbahn und die Losse.

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Nach Fertigstellung wird er der längste Autobahntunnel in Hessen und der zweitlängste in Deutschland sein. Länger ist mit 7916 Metern nur der Rennsteigtunnel in Thüringen. Die Kosten wurden zuletzt mit rund 250 Millionen Euro beziffert. „Die Kosten des Tunnelrohbaus liegen noch in dem von Hessen Mobil veranschlagten Rahmen“, sagte Behördensprecher Horst Sinemus auf HNA-Anfrage. Derzeit werde aber über Mehrkosten verhandelt, die von den beauftragten Firmen angemeldet worden seien.

Für Schlagzeilen sorgte belastetes Grundwasser aus der Tunnelbaustelle. Die Rückstände stammen aus der Produktion der früheren Munitionsfabrik Hirschhagen. Sie werden vor Ort gereinigt. Die Gemeinde Helsa werde regelmäßig informiert, so Sinemus.

Arbeiten an A44-Tunneln

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