Helsa: Zinn-Baude wird Unterkunft für Flüchtlinge

Neue Nutzung: Die Zinn-Baude bei Wickenrode wird vom Landkreis Kassel als Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge angemietet. Die ersten Bewohner sollen nächste Woche dort einziehen. Foto: Stier

Helsa. Die Zinn-Baude in Helsa-Wickenrode wird zur Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge. Ab dem 9. März sollen dort die ersten Menschen untergebracht werden.

Insgesamt bietet die Einrichtung des Landkreises Kassel Platz für bis zu 25 Personen. Das teilte Kreissprecher Harald Kühlborn auf HNA-Anfrage mit.

Der Landkreis Kassel hatte die Zinn-Baude im Jahr 2007 an einen privaten Investor verkauft, der das Gebäude ursprünglich für verschiedene Freizeitangebote und als Gästehaus vermarkten wollte. Zuletzt stand die Zinn-Baude leer und wird nun vom Kreis für mindestens drei Jahre angemietet. Laut Kühlborn eignet sich die Einrichtung gut als Gemeinschaftsunterkunft, weil sie mit geringem Aufwand eingerichtet werden kann. Rund 50.000 Euro muss die Behörde dazu investieren. „Die Brandschutzverordnung verlangt, dass Feuerwehrfahrzeuge auf einem festen Untergrund stehen“, begründet Kühlborn die Investition.

Die Zinn-Baude wurde in den 50er-Jahren als Jugendbildungsstätte am Waldrand von Wickenrode errichtet. Der damalige hessische Ministerpräsident Georg-August Zinn hatte seinerzeit das Grundstück gespendet. Das später mehrmals erweiterte Haus besteht aus zehn Mehrbettzimmern, einem Gruppen- und kleinen Nebenräumen, Küche und Sanitäranlagen.

Nachdem die ursprüngliche Jugendbildungsstätte mehrere Jahre brachlag, wurde das Gebäude Anfang der 90er-Jahre als Unterkunft für Asylbewerber genutzt. „Während des Jugoslawienkriegs lebten bis zu 3400 Flüchtlinge im Landkreis Kassel, also deutlich mehr als zurzeit“, sagt Kühlborn.

In Helsa betreibt der Landkreis derzeit eine Gemeinschaftsunterkunft für 35 Flüchtlinge im Ortsteil Eschenstruth. Außerdem wurden laut Kühlborn mehrere private Wohnungen angemietet, die bis zu 42 Menschen ein Obdach bieten.

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