Stiftswald: Jetzt doch neun Windkraftanlagen

Zufriedene Mienen: Vorstandsmitglied Dr. Thorsten Ebert (rechts) und Planungsingenieur Lars Rotzsche von den Städtischen Werken Kassel inspizieren die Windparkbaustelle im Stiftswald. Fotos: Wohlgehagen

Kaufungen / Helsa. Im Stiftswald werden nicht acht, sondern wie ursprünglich geplant neun Windkraftanlagen errichtet. Das teilten jetzt die Städtischen Werke Kassel der HNA mit.

Auf den Kuppen des Bielsteins (540 m) werden sechs der 206 Meter hohen Anlagen gebaut, auf dem Großen Belgerkopf (497 m) drei Anlagen. Die Werke investieren für den Windpark insgesamt mehr als 50 Millionen Euro.

Projekt rechnet sich

„Alle Anlagen werden bis zum Spätsommer 2016 am Netz sein“, sagte der im Unternehmen für den Bereich Erneuerbare Energien verantwortliche Vorstand, Dr. Thorsten Ebert. Das Projekt werde sich rechnen. Wie in der Söhre und am Rohrberg sei auch bei diesem Windpark eine wirtschaftliche Beteiligung von Bürger-Energiegenossenschaften und Kommunen von 74,9 Prozent der Gesellschaftsanteile vorgesehen, so Dr. Ebert.

„Wir haben den zunächst ausgeklammerten neunten Standort mit Rücksicht auf den Vogelschutz räumlich verschoben.“ Man rechne mit der behördlichen Genehmigung auch für diese Anlage, sagte der Planungsingenieur der Städtischen Werke für Windenergie, Lars Rotzsche. Die Baustellen im Stiftswald bewegen sich weitgehend auf „Kyrill“-geschädigten oder vom Berg- und Basaltabbau vorbelasteten Flächen, betonte Rotzsche.

Ein bereits im Betrieb befindliches neues Umspannwerk im Stiftswald wird die Energie von 22 Windrädern aus drei Windparks aufnehmen. Von hier geht der umgewandelte Strom über ein zehn Kilometer langes Erdkabel nach Bergshausen und danach zum Kraftwerk an der Dennhäuser Straße. Im Stiftswald laufen die Kabel- und Gründungsarbeiten auf Hochtouren: Die Fundamente für die Verankerung der Windkrafttürme bestehen aus Beton und Stahl.

An der Anlage 5 ist das Stahlgeflecht beispielsweise schon fertiggestellt. In den nächsten Tagen könne hier schon eingeschalt und der Beton gegossen werden, hieß es an der Baustelle. Für die Wege- und Tiefbauarbeiten sind Mitarbeiter einer Arbeitsgemeinschaft von vier Baufirmen aus der Region im Einsatz. Alle Fahrzeuge und Schwertransporte können die Großbaustelle jetzt über eine ausgebaute und neu markierte Wegeführung direkt von der B 7 aus erreichen.

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