Kommentar zum Sportplatz Helsa: Gemeinde soll erst Vorzüge genießen

Helsa. Auf einem ehemaligen Sportplatz in Helsa tut sich nichts. Zwar will die Gemeinde auf der Fläche bauen - das verhindern aber die Regeln des Dorfentwicklungsprogramms. Ein Kommentar von Anna Lischper.

Das Gasthaus „König von Preußen“, das Merten-Jäger-Haus und historische Privathäuser - diese Gebäude und mit ihnen die Attraktivität von Ortskernen zu erhalten, darum geht es im Dorfentwicklungsprogramm. Eine Kommune, die in das Programm aufgenommen wird, wird finanziell unterstützt - und muss sich im Gegenzug an Regeln halten. Dazu gehört zum Beispiel, für die Dauer des Programms keine Neubaugebiete auszuweisen.

Nach der Definition des Landes gilt der Sportplatz nicht nur als Baulücke, sondern auch als Neubaugebiet. Das akzeptiert die Gemeinde Helsa nicht und beschwert sich, dass ihr Steine in den Weg gelegt werden bei der Erschließung neuer Baugrundstücke. Helsa will die Vorzüge des Programms genießen, ohne die Bedingungen zu akzeptieren.

Dass Bürgermeister Tilo Küthe (SPD) nun mit dem vorzeitigen Ausstieg aus dem Programm droht, wirkt ebenso kurz gedacht, wie die Entscheidung für ein Programm, dessen Regeln man nicht hinnimmt. Statt einer trotzigen Entweder-oder-Reaktion sollte man nun erst einmal die Vorzüge des Programmes genießen.

Immerhin fließt das Geld in die Sanierung zahlreicher Privathäuser, die Helsa schöner machen und langfristig dafür sorgen, dass sich Menschen auf den noch freien Flächen der Gemeinde ansiedeln möchten.

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