Kräftiger Zuschuss für den „König" in Helsa

Es geht voran: Der Saal an der Gaststätte „König von Preußen“ soll mit Baukosten von rund einer Million Euro grundlegend saniert werden. Die Gemeinde Helsa rechnet fest mit einer 90-prozentigen Projektförderung aus dem Zukunftsprogramm des Bundes.

Helsa. Die Gemeinde Helsa rechnet nach Auskunft des Bürgermeisters mit 900 000 Euro Förderung bei der Sanierung des Saals der Gastwirtschaft König von Preußen.

Die lange gewünschte Sanierung des Saals der Gaststätte „König von Preußen“ rückt in greifbare Nähe: Im Eilverfahren hatte die Verwaltung die Aufnahme des Projekts in das Zukunftsinvestitionsprogramm des Bundes beantragt. Jetzt stimmte die Gemeindevertretung der Anmeldung einmütig zu und stellte die Etatmittel zur Verfügung.

Die Gemeinde rechnet mit einer 90-prozentigen Förderung für die Sanierungs- und Umbaukosten von rund einer Million Euro. Der Eigenanteil von 100 000 Euro soll durch eine Eintragung in das Grundbuch des Saaleigentümers „Verein für Denkmalpflege Helsa e.V.“ gesichert werden.

Der Förderaufruf sei ein Glücksfall: „Wir waren auf das Programm vorbereitet, ohne es zu wissen“, sagte Bürgermeister Tilo Küthe (SPD). Die mit der Machbarkeitsstudie für die Dorfentwicklung erarbeitete Planung und Kostenschätzung für die Saal-Sanierung könne problemlos auf den neuen Weg übertragen werden. Helsa erfülle für das Projekt alle vom Zuwendungsgeber geforderten Voraussetzungen, bestätigte der Verwaltungschef.

Unter Denkmalschutz

Die Gemeinde hatte das unter Denkmalschutz stehende Anwesen vor drei Jahren an den Denkmalverein verkauft und sich ein nicht befristetes Nutzungsrecht für den Kultursaal gesichert. Jetzt kann außer der historischen Gaststätte, die der Verein mit Bürgern in bewundernswerter Initiative grundhaft saniert, auch die Veranstaltungsstätte baulich und energetisch in Ordnung gebracht werden.

Es habe bei den Beratungen eine positive Grundstimmung geherrscht. Er danke dem Bürgermeister und der Verwaltung für die schnelle Reaktion, sagte der Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses Gerhard Schneider (SPD). Die Erneuerung des Saals sei gut für die Dorfgemeinschaft und belohne die Initiative des Denkmalvereins, sagten Tina Riemann (SPD) und Florian Pohner (CDU). Auch Christa Hollerbach (GLH) bezeichnete das Programm als Glücksfall. „Hoffentlich wird in unserem Fall etwas Positives daraus“, hofft die Gemeindevertreterin.

Die unter die Förderung fallenden Projekte werden bis zum Februar ausgewählt. Wenn Helsa dabei ist, könnten die Bauarbeiten für die Erneuerung des in die Jahre gekommenen Saals vielleicht schon in der zweiten Jahreshälfte beginnen, hieß es.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren: Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.