Völlig neue Zufahrten

A44-Anschlussstelle Helsa-Ost: Rampen an B7 nicht mehr nötig

Helsa. Die ehemaligen Rampen mit bis zu zwölf Prozent Steigung von der Bundesstraße 7 rauf auf die im Bau befindliche A 44-Trasse zwischen Helsa und Eschenstruth werden nicht für den Bau der späteren Autobahnanschlussstelle Helsa-Ost genutzt.

Das teilte Horst Sinemus, Sprecher von Hessen Mobil, auf Anfrage mit. „Bis die Autobahn in diesem Bereich fertig ist, werden diese Behelfsrampen komplett abgebaut sein“, sagt Sinemus. Die Rampe aus Richtung Hessisch Lichtenau existiere bereits jetzt nicht mehr, die Rampe aus Richtung Helsa werde nur noch für den Baustellenverkehr genutzt.

Horst Sinemus

Grundsätzlich habe die Behelfsstrecke, die Hessen Mobil von Mitte Juli bis Mitte Dezember 2015 eingerichtet hatte, nichts mit der späteren Anschlussstelle Helsa-Ost zu tun. „Die Anschlussstelle wird ein Stück weiter in Richtung Helsa mit ganz neuen Zufahrtsstraßen entstehen“, sagt Sinemus. Diese neuen Zufahrtsstraßen würden bei Weitem nicht die Steigungen aufweisen, wie die ehemalige Behelfsstrecke. „Hier gelten ganz andere Richtlinien, die eingehalten werden müssen“, sagt Sinemus. So werde die Auffahrt künftig eine Steigung von maximal 5,8 Prozent aufweisen, die Abfahrt ein Gefälle von maximal 5,6 Prozent.

B7 musste angepasst werden 

Die Behelfsstrecke mit den beiden steilen Rampen sei nur deshalb eingerichtet worden, um den Streckenverlauf der B7 in diesem Abschnitt an den der Autobahn baulich anpassen zu können. Um dieses Vorhaben schnellstmöglich fertig zu bekommen, habe sich Hessen Mobil für die Vollsperrung der B7 in diesem Bereich bei gleichzeitiger Einrichtung der Behelfsstrecke entschieden.

Bekanntlich waren die Rampen stark in die Kritik geraten - vor allem, als Mitte Oktober ein Tanklastzug auf schneeglatter Straße in den Graben gerutscht war. „Die Steigung war hier allerdings nicht das Problem“, sagt Sinemus. Nachweislich sei der Tanklaster falsch beladen gewesen.

Grundsätzlich sei die Kritik an den steilen Rampen nicht wirklich nachvollziehbar, zumal baulich alles in Ordnung gewesen sei. „Hätten wir die Rampen flacher gebaut, hätte die gesamte Behelfsstrecke wegen zusätzlicher Erdarbeiten rund 2 Mio. Euro gekostet“, sagt Sinemus. So seien es nur rund 800.000 Euro gewesen.

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