Grund ist vertragliche Bindung

Schnelles Internet für Helsa dauert länger

Helsa. Die Breitband Nordhessen GmbH will noch im laufenden Jahr 42 Kommunen im Landkreis Kassel mit schnellem Internet versorgen. Nicht dabei ist die Gemeinde Helsa.

Gründe dafür sind laut Bürgermeister Tilo Küthe (SPD) die bereits vorhandene Versorgung sowie eine vertragliche Bindung.

Darauf nimmt eine Anfrage der Grünen Liste Helsa (GLH) für die Sitzung der Gemeindevertretung am Donnerstag, 23. Juni, Bezug. Der Fraktionsvorsitzende Rainer Dallmann wirft darin dem Gemeindevorstand widersprüchliches Handeln vor. So habe bereits eine vertragliche Bindung an den Breitband-Versorger ACO bestanden, als man den Landkreis mit der Prüfung der Glasfaserversorgung beauftragte. Auch fordert die Fraktion die Offenlegung vertraglicher Bestandteile, zum Beispiel, welche Verpflichtungen damit verbunden sind.

Auch unabhängig von der Anfrage beschäftige sich die Gemeinde mit einer Lösung für schnelles Internet, betont Küthe. „Ich sorge seit Jahren dafür, dass wir mehr Leistung bekommen.“

Tilo Küthe

Der Vertrag laufe noch in diesem Jahr aus, solange sei man an ACO gebunden. Man müsse sich jetzt mit dem Vertrag beschäftigen. „ACO bleibt uns als Versorger erhalten, wir schauen aber nach einem weiteren.“ Zu prüfen sei auch eine Kombination unterschiedlicher Versorger. Möglich sei zudem, sich mit einer anderen ACO-Gemeinde zusammenzutun. Ohnehin sei wichtig, das auch das Unternehmen ACO an einem Ausbau interessiert ist. „Wenn die sich nicht bewegen, dann machen wir das.“

Glasfaserkabel vorhanden

Nächster Schritt in Richtung schnelleres Internet sei die Prüfung der Neuverkabelung. Man habe bereits Anträge gestellt, die kostenfrei seien, so Küthe. Danach müsse man schauen: Was geben Bund und Land dazu?

In fast allen Ortsteilen Helsas liegen laut Rathauschef bereits Glasfaserleitungen. Beim Bau von Windkraftanlagen und Straßenbahnleitungen und den damit zusammenhängenden Verkabelungen seien auch Glasfaserkabel verlegt worden. Spreche man von schnellerem Internet, gehe es in erster Linie um das Auswechseln der Hausanschlüsse. Diese bestehen derzeit aus Kupferkabeln, die von Verteilerkästen in die einzelnen Häuser geführt sind. 

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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