Ärger über einen Hauseigentümer

Unfallgefahr: Streit um Stufe im Bürgersteig in Wickenrode

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Stein des Anstoßes: An dem Grundstück an der Ecke Weinbergstraße und Torweg hat ein Hauseigentümer seine Einfahrt verlängert, an der Grenze zum Grunstück ist jetzt eine Stufe (links).

Helsa. Sigrid Lukas-Umbach ist sauer. Die Anwohnerin an der Weinbergstraße in Wickenrode ärgert sich über einen Hauseigentümer, der ein Stück Bürgersteig aufgerissen und gepflastert hat und dies nun als Einfahrt nutzt.

Außerdem sei nun eine Stufe mitten auf dem Weg und dies sei gefährlich, sagt sie.

„Ich will nicht, dass jemand vereinnahmt, was ihm nicht gehört“, empört sich Lukas-Umbach. „Der Bürgersteig gehört uns allen.“ Bereits an Pfingsten hätte der Eigentümer des betreffenden Eckhauses, ein Frankfurter, mit dem Bau begonnen. Als die Arbeiten abgeschlossen waren, wurde deutlich, dass es an dieser Stelle nun gar keinen Bürgersteig mehr gibt, weil die gepflasterte Straße nun direkt bis zur Straße reicht, sagt die Rentnerin.

Ein weiterer Knackpunkt für die Nachbarin: Nun gibt es eine große Stufe am Weg, auf die nicht hingewiesen werde. Dort könne man leicht fallen, sagt sie, und das nicht nur im Dunkeln. „Hier ist die Gemeinde gefragt.“ Deshalb rief sie schon Ordnungs- und Bauamt an und schließlich auch Bürgermeister Thilo Küthe (SPD). Von den Reaktionen war Sigrid Lukas-Umbach enttäuscht, passiert ist bislang nichts. „Ich möchte, dass der Ursprungszustand wieder hergestellt wird“, sagt sie. Und nicht nur sie sei wütend darüber, auch die anderen Nachbarn würden sich über das Vorgehen des Frankfurters ärgern.

Bürgermeister Küthe hat sich selbst schon ein Bild von dem Bürgersteig gemacht. Der Hauseigentümer habe die Einfahrt erneuert und den Gehweg mit aufgenommen - „ohne Rücksprache mit der Gemeinde, es wurde nicht genehmigt“, sagt er auf HNA-Anfrage.

Im Gehweg sei durch die Treppenstufe außerdem eine Unfallgefahr entstanden. Sollte dort etwas passieren sei die Gemeinde haftbar. Im Fall des Falles würde man dies aber sofort an den Verursacher weiterleiten, sagt der Bürgermeister.

Die Verwaltung habe jetzt an den Eigentümer geschrieben und ihn aufgefordert, wieder zurückzubauen. Der Gehweg soll wieder asphaltiert und die Stufe entfernt werden. Das muss dann, sagt Thilo Küthe, eine Fachfirma machen, die einen Vertrag mit der Gemeinde habe.

Bis dahin wird der Bauhof die Stufe mit einer Warnbarke absichern. „Zahlen muss auch das der Verursacher.“

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