Kommentar zum VW-bedingten Haushalts-Minus: "Vorsicht ist geboten"

Baunatal. Nun spürt die Stadt Baunatal den VW-Skandal: Denn durch das Minus des Konzerns geht es auch mit dem städtischen Haushalt bergab. Dazu ein Kommentar von HNA-Redakteur Sven Kühling.

Viele haben es befürchtet, jetzt schlägt der VW-Abgasskandal bis in die Stadt Baunatal durch. Aufgrund geringerer Einnahmen aus der Gewerbesteuer und Rückzahlungen an den Autokonzern steht die VW-Stadt aktuell mit einem Defizit von über 22 Millionen Euro im Haushalt da.

Zwar können die Baunataler diesen enormen Verlust noch aus den Rücklagen ausgleichen. Doch unerschöpflich sind die Geldreserven sicher nicht. Es gilt deshalb weiterhin: Vorsicht vor übermäßigen Investitionswünschen.

Zu hören ist allerdings von Experten, dass die Folgen der VW-Krise die Stadtkasse 2016 nicht so extrem belasten werden, wie es Pessimisten derzeit annehmen. Nachzahlungen von VW an die Stadt Baunatal aus früheren, guten Jahren werden womöglich die Verluste ausgleichen.

Das wäre nicht nur für die Baunataler sehr erfreulich, sondern auch für den gesamten Raum Kassel. Denn vergessen darf man nicht, dass viele Rädchen ineinandergreifen. Das Geld von der Bauna kommt zum Beispiel auch dem Landkreis Kassel sowie unzähligen Dienstleistern aus der gesamten Region zugute.

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