Kommentar zum Ende des VW-Streits: Riskante Zündelei

VW und zwei Zulieferfirmen haben sich nach einem wochenlangen Machtkampf geeinigt. Die beiden Firmen wollen die VW-Werke nun wieder beliefern. Ein Kommentar dazu von Jan Schlüter.

Kurz vor dem Start der Kurzarbeit kann im VW-Werk Kassel in Baunatal wieder wie üblich gearbeitet werden. Volkswagen und seine Zulieferer aus der Prevent-Gruppe haben ihren Streit beigelegt – vorerst zumindest. Normalität kehrt in den Werkhallen wieder ein, auch an den anderen VW-Standorten.

Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Nicht so im Zwist von Volkswagen und seinen Prevent-Zulieferern. Die Auseinandersetzung hinterließ nicht nur Narben bei den direkt beteiligten Firmen, sondern auch im Umfeld. Denn unter einem Stopp der Produktion leiden auch viele andere Betriebe, die Teile liefern oder Dienstleistungen für VW erbringen.

Da kann aus einer vermeintlich kleinen Zündelei schnell ein Flächenbrand entstehen – zum Nachteil einer ganzen Region. Deshalb war das Aufatmen weit über Baunatal hinaus zu vernehmen. Die seltsamen Streitereien sollten aber auch eine Lehre sein, den Zulieferern wie auch VW. Vertragsbruch und Erpressung können niemals Grundlage einer Partnerschaft sein.

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