Pläne für das VW-Werk: Unsichere Zukunft

Der Volkswagen-Konzern plant eine grundlegende Neuausrichtung. Dazu gehört, dass die VW-internen Hersteller von Komponenten wie das VW-Werk Baunatal in einem eigenständigen Unternehmen im Konzern zusammengefasst werden sollen. Ein Kommentar dazu von Sven Kühling.

Die VW-Werke, die Bauteile für die Autofabriken des Konzerns produzieren, sollen künftig unter einem Firmendach zusammenarbeiten. Das hat Vorstandschef Matthias Müller am Donnerstag in Wolfsburg verkündet. Volkswagen erhofft sich davon profitableres Arbeiten der Komponentenwerke etwa in Baunatal, Salzgitter und Braunschweig.

Bei diesen Plänen wird der Beobachter gedanklich genau zehn Jahre zurückgeworfen. Damals wollte VW-Markenvorstand Wolfgang Bernhard große Produktionsbereiche aus dem Baunataler Werk an Fremdfirmen ausgliedern. Der Standort stand kurz vor der Zerschlagung. In einem Kraftakt von Werkleiter und Betriebsrat wurde das Werk gerettet. Heute geht es wieder um Ausgliederung. Zwar soll die Firma der Komponentenwerke weiter im VW-Konzern angesiedelt sein, aber sicher zu sein scheint mit den Plänen nichts mehr. Die Befürchtungen der Mitarbeiter hinsichtlich eines Ausstiegs aus dem Haustarif, Entlassung von Leiharbeitern und Abgabe von Fertigungsbereichen sind begründet.

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