Großenritte: Älterer Mann wollte Hund offenbar vergiften

Baunatal. Jetzt gibt es auch in Großenritte einen Fall, bei dem ein Hund von einem Unbekannten offensichtlich vergiftet werden sollte: Der Golden Retriever „Becks“ der Familie Hempel bekam am Montag gegen 16.15 Uhr von einem älteren Mann mit Gift präpariertes Futter zugeworfen.

Der sechsjährige Rüde, der die vergifteten Brocken fraß, überstand die Attacke nach Auskunft von Andreas Hempel ohne größeren Schaden. „Dem Hund geht es wieder gut“, sagt er.

Während sie selbst an der Arbeit gewesen seien, habe seine Großmutter beobachtet, wie ein Mann, etwa 65 bis 75 Jahre alt, den beiden Hunden der Familie Brocken zugeworfen habe, berichtet Andreas Hempel. Weil die Hunde ruhig geblieben waren, sei die Großmutter davon ausgegangen, dass die Tiere den Mann kannten.

Die Hündin habe sowieso nichts von dem Futter gegessen, so Hempel. Als es dem Rüden am Abend dann schlecht ging, seien sie mit diesem zum Tierarzt gefahren, berichtet der Großenritter weiter. Dieser habe dann eine Vergiftung festgestellt. „Unter anderem war der Kopf angeschwollen.“

Der Großenritter will nun Anzeige bei der Polizei erstatten. In den vergangenen Tagen war es im Raum Kassel zu mehreren Fällen gekommen, wo Unbekannte Hunde vergiftet hatten. (sok)

Hintergrund: Giftköder-Alarm

Hundehalter helfen sich selbst: Es gibt einige Möglichkeiten, sich über Fundorte von Giftködern zu informieren - und in allen Fällen setzen die Anbieter auf die Community. Auf dogforum.de melden angemeldete Nutzer nach Postleitzahlen sortiert Funde der gefährlichen Köder.

Auf giftkoeder-alarm.de werden Warnungen nach Bundesländern sortiert gemeldet. Dort kann man auch einen E-Mail-Newsletter abonnieren oder einen SMS-Alarm für zwei Euro im Monat. Neu und kostenlos ist die iPhone-Applikation Giftköder-Radar (giftkoeder-radar.com). Eine Übersichtskarte zeigt Fundorte und man wird per Push-Service über Warnungen innerhalb einer selbst definierten Sicherheitszone informiert. Direkt aus der Applikation heraus können Giftköder an soziale Netzwerke wie Facebook gemeldet werden. (jna)

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