Jede Menge Rhythmus im Blut

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5. Geburtstag am 20. Oktober 2011: Nils trommelt für seine Geburtstagsgäste.

Zuerst übte er auf einem Kinderschlagzeug. Das hatte Nils Schade, heute neun Jahre alt, bereits als Dreijähriger zum Geburtstag von seinen Musikbegeisterten Eltern bekommen.

Warum? Weil er schon als kleines Kind auf allen möglichen Gegenständen herumklopfte und klapperte. Papa Udo ist nämlich selbst Hobbymusiker, spielte als Bassgitarrist etliche Jahre bei der Gruppe „Fantasy“ mit und liefert noch heute in seiner Freizeit Lagerfeuermusik auf Familienfeiern und bei Partys. So beschloss der Familienrat 2009 also die Anschaffung eines Übungsgerätes für den kleinen Nils.

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Neunjähriger verkauft zu klein gewordenes E-Drum in Lohfelden

2011 machte dann die ganze Familie – Papa Udo, Mama Bianka und die zwei Jahre ältere Schwester und Klavierschülerin Carolina – einen Besuch bei einem Drum-Workshop, welcher seinerzeit im Lohfeldener Industriegebiet veranstaltet wurde. Percussions, ein richtiges Schlagzeug, Rhythmen und Klangerlebnisse mit vielen Menschen – die Begeisterung des inzwischen Fünfjährigen kannte kaum Grenzen. Sein größter Geburtstagswunsch: Ein richtiges Schlagzeug, nicht so ein Spielding aus Plastik, wie er schon hatte und aus dem er bereits „herausgewachsen“ war – plus Unterricht natürlich.

Die Schlagzeuge für Kinder sind allerdings viel lauter als die professionellen Instrumente für Erwachsene, berichtet Udo Schade über einen Nachteil: „Das ist weniger die Lautstärke als vielmehr ihr Klang, der aufgrund der Konstruktion und des Materials nicht so satt ist. Das kann auf Dauer nerven.“

Elektronische Alternative

Um dem Sohn den Wunsch zu erfüllen, wählten die Eltern als Alternative ein elektronisches Gerät. Nils bekam zu seinem fünften Geburtstag am 20. Oktober 2011 also ein D-tronic Drumkit Q5plus. Drei Becken, Konzertrommel, Base Drum als Pedal, Snare Drum und mehr standen nun als sensorische Flächen zum Üben und für den Unterricht zur Verfügung. Hall und Klang-Alternativen konnten für die einzelnen Teile verändert werden, die Lautstärke ist regelbar und wenn ganz Ruhe im Haus sein sollte, konnte Nils nun auch mit Kopfhörern üben. Ein weiterer Vorteil: Die Anlage braucht verhältnismäßig wenig Platz.

Zeit für Neues

Doch in der Zwischenzeit ist Nils natürlich auch diesem Gerät entwachsen, es wäre Zeit für etwas Neues. „Nils hat in den Jahren sehr viel gelernt“, bestätigt Udo Schade. Er habe Talent gezeigt und sei Takt-fest geworden. „Das hat ihm auch in der Schule sehr geholfen, dort hat er bereits mit älteren Kindern auf der Bühne Musik gemacht.“ Das Instrument soll nun komplett verkauft werden, einschließlich des zugehörigen Schlagzeuger-Hockers. Lediglich ein Verstärker müsste für den Nachwuchs des Käufers noch beschafft werden – dann kann der Spaß losgehen. (pcj)

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