Jede Woche Konferenz: Espenauer Kinder bestimmen mit

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Kinderkonferenz: Einmal pro Woche trifft sich im Espenauer Kindergarten Sonnenhang die Kinderkonferenz, unter Anleitung von Erzieherin Nicole Udtke. Diesmal war Bürgermeister Carsten Strzoda zu Gast und stellte sich den Fragen von (vorne von links) Emely, Frieda und Hannah sowie (hinten von links) Joseline, Alexander, Mara, Lasse und Anton.

Espenau. Auf dem Tisch stehen Getränke und Kekse bereit. An der Wand hängt ein Plakat mit der Tagesordnung, und Espenaus Bürgermeister Carsten Strzoda ist auch schon da.

Man könnte meinen, es handelt sich um eine ganz normale Besprechung, wären da nicht die anderen Teilnehmer. Denn um Strzoda herum sitzen nicht etwa Mitglieder der Gemeindeverwaltung, sondern acht Kinder des Kindergartens Sonnenhang.

Einmal in der Woche treffen sich die Mädchen und Jungen zur Kinderkonferenz. Gemeinsam mit Erzieherin Nicole Udtke besprechen sie, welche Wünsche sie für den Kindergarten haben, stellen Regeln für das Miteinander auf und erklären das, was sie beschließen, den anderen Kindern in den Gruppen.

„Die Kinder sollen mitbestimmen und ganz langsam Demokratie lernen. Sie beteiligen sich am Kindergartengeschehen, und wir können so möglichst nah am Kind arbeiten“, erklärt Udtke die Idee. Und weil die Kinder gern einmal mit dem Bürgermeister sprechen wollten, haben sie ihn kurzerhand eingeladen.

„Guten Morgen Herr Strzoda. Willkommen bei der Kinderkonferenz“, begrüßt Alexander den Gast, während die anderen sich in der Anwesenheitsliste eintragen. Dann gehen alle gemeinsam die Tagesordnung durch. Mara möchte vom Bürgermeister wissen, was für neue Spielgeräte auf den Spielpatz kommen. Strzoda erklärt, dass die Gemeinde gerade alle Ideen sammelt und dann entscheidet. „Im Haushaltsplan ist das Taschengeld der Gemeinde aufgeführt. Davon können wir Sachen kaufen“, erklärt er kindgerecht.

Richtig ins Diskutieren kommen die Kinder, als es um den Tagesordnungspunkt geht, den Lasse vorstellt. „Herr Strzoda, wir hätten gern in unserem Garten eine Vogelnestschaukel“, erklärt er. „Die kostet schon viel“, weiß Anton. Doch die Kinder haben gute Argumente parat. „Wir haben noch gar keine Schaukel“, sagt Hannah. „Und da passen viele Kinder rein“, ergänzt Frieda. „Die Kinder lernen hier, sich früh zu äußern und Gehör zu finden“, erklärt Kindergartenleiterin Bärbel Umlang-Klein. Und das macht den Kindern sichtlich Spaß. „Ich finde es gut, dass wir hier Sachen besprechen“, sagt Lasse. Und Mara erklärt: „Wir können Sachen sagen, die uns einfallen und erzählen das dann den anderen Kindern.

Gegenbesuch geplant

Nach dem Besuch des Bürgermeisters hoffen die Kinder vor allem eins - dass ihr größter Wunsch in Erfüllung geht und sie eine Vogelnestschaukel bekommen. Diesen Wunsch können sie schon bald mit der Gemeindeverwaltung besprechen. Denn Strzoda hat die Kinder zu einem Gegenbesuch ins Rathaus eingeladen.

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