Marktplatz: Einfach reinsetzen und losfahren

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Wunschobjekt: Harald Hartmann trennt sich nur schweren Herzens und aus Zeitmangel von dem Willys Kaiser Jeep CJ5.

Mit dem Willys Kaiser Jeep CJ5 hat sich Harald Hartmann aus Espenau vor zwei Jahren einen Kindheitstraum erfüllt. Doch obwohl er sehr an dem Fahrzeug aus dem Jahre 1970 hängt, trennt er sich nun schweren Herzens davon. Der Grund: Zeitmangel.

„Seit meiner Kindheit war es mein Wunsch, selbst mit so einem Jeep durch Wald und Wiesen in der freien Natur zu fahren“, sagt Harald Hartmann mit sehnsüchtigem Blick auf das grüne Schmuckstück. „Das macht besonders dann Spaß, wenn das Verdeck abgenommen und vielleicht sogar die Frontscheibe nach unten geklappt wurde. Auch auf die Türen kann man dann verzichten. Schließlich gibt es Ketten zum Festhalten“, ergänzt der 70-jährige schmunzelnd.

Probefahrt möglich

Vor zwei Jahren kaufte Harald Hartmann den Jeep im Original Top Zustand dem Vorbesitzer in Konstanz ab. Zuvor gehörte der Geländewagen der Schweizer Armee. Der Benziner verfügt über ein Schaltgetriebe, hat 54 kW (73 PS) und gerade mal 92 000 km auf dem Tacho. Der Termin für die nächste Hauptuntersuchung des Oldtimers mit H-Kennzeichen ist im August, wird aber auf Wunsch auch neu gemacht. Da das Fahrzeug noch angemeldet ist, können Probefahrten problemlos unternommen werden.

Bildergalerie

Marktplatz: Harald Hartmann verkauft einen Willys Kaiser Jeep CJ5

Nicht nur das Verdeck und die Reifen des Jeeps sind in erstklassigem Zustand. Auch ein Blick ins Wageninnere zeigt, dass das Fahrzeug liebevoll gepflegt wurde. Dies gilt für die übersichtlichen Armaturen und die Sitze, aber auch für den Kunstrasen, der im Fußraum liegt. „Das hat der Vorbesitzer noch gemacht“ erklärt der gelernte Schlosser. Kopfstützen oder Gurte sucht man allerdings vergeblich. So etwas gab es bei diesem Modell noch nicht, sodass sie auch nicht nachgerüstet wurden. Den Winter hat das gute Stück übrigens wohlbehalten in der Garage verbracht. Da es dort ein wenig beengt war, hat der Besitzer zu einem Trick gegriffen. An der Garagenwand wurden Markierungen angebracht, die genau anzeigen, auf welcher Höhe sich Sitz, Lenkrad und Spiegel befinden müssen, damit das Auto gut in dem Unterstand untergebracht ist.

Vier Personen finden bequem in dem Jeep Platz. Sie sollten es jedoch nicht unbedingt eilig haben. „So ein Auto fährt man nicht, um nur von A nach B zu gelangen“, sagt der Espenauer bestimmt, „man muss sich die Zeit für eine Fahrt nehmen und Spaß am „cruisen“ haben.“

Auch wenn der Jeep einmal ein Fahrzeug der Schweizer Armee war, hat sich der Verkäufer das Aussehen seiner amerikanischen Kameraden zum Vorbild genommen und Aufkleber angebracht, die ihm das Aussehen eines US-Militärfahrzeugs verleihen.

„Ich habe mir überlegt, mit dem Preis für die Leser der HNA-Marktseite noch einmal ein wenig nach unten zu gehen“, überrascht Harald Hartmann, „ich biete ihn jetzt für 15 900 Euro an und hoffe, dass er in gute Hände kommt. Hoffentlich bereitet er jemandem noch lange Zeit viel Freude.“

Von Gitta Hoffmann

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