Freunde für’ s Leben

Gut vorbereitet: Damit bei einem Brandeinsatz nicht wertvolle Zeit verschenkt wird, lernen die Mitglieder der Freiwilligen Jugendfeuerwehr, das Fahrzeug für einen Brandeinsatz richtig auszurüsten. Fotos: Privat / Repro: Hoffmann

Mario Mellenthin, Gemeindebrandinspektor der Gemeinde Fuldatal, ist sehr stolz auf seine Schützlinge in der Feuerwehr: „In unserer Gemeinde sind 190 Menschen Mitglied in der freiwilligen Feuerwehr. Dazu kommen noch einmal 70 Jugendliche, die in der Jugendfeuerwehr aktiv sind.“

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"Jugendfeuerwehr in Fuldatal"

Um Mitglied der freiwilligen Jugendfeuerwehr Fuldatal zu werden, muss man mindestens 10 Jahre alt sein. „Zwar sind viele Kinder schon früher in anderen Vereinen aktiv“, erläutert Gemeindejugendwart Christian Hesse, „doch wir sind der Meinung, dass man der Altersvorgabe der deutschen Jugendfeuerwehr folgen sollte. In einem jüngeren Alter sind die Jungen und Mädchen noch nicht reif genug oder überhaupt körperlich in der Lage, den Anforderungen der Jugendfeuerwehr gerecht zu werden.“ Später lernen und verstehen sie dann leichter, worin zum Beispiel die Unterschiede zwischen verschiedenen Schläuchen und Strahlrohren liegen. „Dann prägen sie sich ein, wie sie es schaffen, dass da Wasser raus kommt“.

Der Umgang mit dem Material ist aber nicht die einzige Aufgabe der Jugendfeuerwehr. Sie lernen auch verschiedene Techniken und Taktiken und legen Prüfungen über das Erlernte ab. Dazu gehört auch der Erwerb der Leistungsspange der deutschen Jugendfeuerwehr. Um die Leistungsspange zu erhalten, muss eine gemischte Gruppe aus neun Personen zusammen eine Reihe von Übungen absolvieren. Nur wenn alle Mitglieder der Gruppe die Prüfung bestehen, erhält die Gruppe die Auszeichnung. „Wir stellen die Gruppen aus den einzelnen Abteilungen der Ortsfeuerwehren zusammen“, erklärt Christian Hesse. „Die Jungen und Mädchen sind zwischen 15 und 17 Jahren alt und haben hart für das Abzeichen gearbeitet.“

Sportlich auch mal gegeneinander

Während man bei dieser Prüfung zusammenarbeitet, treten die Ortsteile Ihringshausen, Simmershausen, Wilhelmshausen, Wahnhausen, Knickhagen und Rothwesten bei anderen Wettbewerben schon mal sportlich ehrgeizig gegeneinander an. So zum Beispiel bei den Fuldataler Wettbewerben, wenn es gilt, Löschangriff, Schnelligkeitsübung und Knotentechnik so gut und schnell wie möglich zu absolvieren. Dennoch überwiegt das Wir-Gefühl in der Jugendfeuerwehr Fuldatal, das zudem durch gemeinsame Ausflüge und Unternehmungen gestärkt wird. So hat man zum Beispiel gemeinsam die Feuerwehrtour am Fraport unternommen, führt Zeltlager und Grillabende durch und hilft sowohl beim Sattelfest in Fuldatal wie auch beim Fuldataler Triathlon mit. Dabei gerne auch in Kooperation mit der DLRG und dem DRK.

Außerdem findet einmal im Jahr das beliebte Themenwochenende „24 Stunden wie bei der Berufsfeuerwehr“ statt. Dann „beziehen“ die Mitglieder der Jugendfeuerwehr die Feuerwehrhäuser in ihren Ortsteilen und absolvieren einen Dienst, der dem der Berufsfeuerwehr nachempfunden ist. Dazu gehören dann neben Fortbildung, Sport, Reinigung der Diensträume und der allgemeinen Jugendarbeit auch Übungsszenarien, die jederzeit stattfinden können. Auch nachts – denn den Jugendlichen übernachten selbstverständlich in ihren Feuerwehrhäusern.

„Fast alle Mitglieder der Jugendfeuerwehren sind später auch in den Erwachsenenabteilungen aktiv, sobald sie mit 17 Jahren dorthin wechseln dürfen“, berichten Mario Mellenthin und Christian Hesse, „die Jugendfeuerwehr ist mehr als nur ein Verein – hier findet man Freunde für’s Leben.“ (zgi)

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