Teamarbeit und Freizeitspaß

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Bestens ausgestattet: Mitglieder der Niestetaler Jugendfeuerwehr mit ihren Betreuern vor einem der sechs Einsatzfahrzeuge, die auch der Feuerwehrjugend zur Verfügung stehen.

Niestetal. Feuerwehren sind die Retter in der Not, sie sorgen für Sicherheit in den Gemeinden und auf den Straßen. Ob bei Bränden und Verkehrsunfällen, bei der Wasserrettung oder der Beseitigung von Unwetterschäden – die Einsatzbereiche der Feuerwehren sind vielfältig.

Entsprechend weit gefächert ist das Schulungsprogramm, das angehende Feuerwehrleute durchlaufen, damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt.

Die feuerwehrtechnische Schulung kann nicht früh genug beginnen. Viele Feuerwehren gewähren bereits im Kindesalter erste Einblicke in die Arbeit der Brandbekämpfer. So auch die Freiwillige Feuerwehr in Niestetal, deren Kinderfeuerwehr „die Löschwichtel“ Brandschutzerziehung für Kinder bis neun Jahren bietet.

Den Zehn- bis 17-Jährigen steht die Jugendfeuerwehr offen, wo die Jugendlichen am technischen Gerät geschult und anhand praktischer Übungen auf den Ernstfall vorbereitet werden. Neben Lösch- und Rettungsübungen stehen auch technische Hilfe bei Verkehrsunfällen oder Gefahrensensibilisierung und vorbeugender Brandschutz auf dem Plan, immer mit praxisnahem Bezug. Für Löschübungen werden auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr Niestetal Feuer entzündet, für Unfallsimulationen stehen abgewrackte Autos bereit.

Seit einem halben Jahr verstärkt Elena Schicker das Betreuerteam der Jugendfeuerwehr in Niestetal. Die 21-Jährige ist seit elf Jahren Mitglied der Feuerwehr und will zeigen, dass die Feuerwehr keine reine Männerdomäne ist. „Es macht großen Spaß, die Jugendlichen zu fördern und zu fordern und in Niestetal sind die Bedingungen ideal. Hier gibt es alles an technischem Gerät sowie sechs Einsatzfahrzeuge, die der Jugendfeuerwehr für Übungszwecke zur Verfügung stehen“, lobt Schicker die Rahmenbedingungen.

Mit Spaß dabei

„Die richtige Ausbildung ist wichtig, aber die Hauptsache ist, dass die Jugendlichen Freude an der Feuerwehrarbeit haben“, unterstreicht Jugendfeuerwehrwart Christoph Brückmann. Und dafür lässt man sich in Niestetal einiges einfallen. Der Höhepunkt des Jahres ist für die derzeit 15 Mitglieder der Jugendfeuerwehr die 24-Stunden-Übung. Dabei verbringt der Feuerwehrnachwuchs einen 24-stündigen Bereitschaftsdienst auf der Wache. Die Einsatzabteilung arbeitet realitätsnahe Szenarien für die Jugendlichen aus. „Und zwar nicht auf unserem Gelände, sondern in der Gemeinde“, sagt Brückmann und ergänzt: „Es ist immer ein Riesenspaß für alle Beteiligten.“

Überhaupt sollte der Spaß an der Feuerwehrarbeit im Vordergrund stehen, ohne dabei die nötige Ernsthaftigkeit vermissen zu lassen. So werden viele Übungen als Wettkampf aufgebaut, was gut ankommt. Seit einem dreiviertel Jahr ist der zehnjährige Nils Baake bei der Niestetaler Jugendfeuerwehr: „Ein Freund hat mich mal mitgenommen und es hat mir so gut gefallen, dass ich gleich dabei geblieben bin. Es herrscht ein guter Zusammenhalt, die Übungen machen viel Spaß und bei den Wettkämpfen kann man zeigen, was man gelernt hat“, schwärmt er. Solche Wettkämpfe finden nicht nur innerhalb der einzelnen Jugendfeuerwehren statt, sondern bieten überdies die Möglichkeit, sich mit den Mitgliedern anderer Jugendfeuerwehren aus der Region zu messen. So nahm die Niestetaler Jugendfeuerwehr in diesem Jahr am großen Kreiswettkampf der Jugendfeuerwehren in Baunatal teil und belegte mit der Löschstaffel den dritten Platz.

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Auch beim Aktionstag der Feuerwehren des Kasseler Landkreises nahm der Niestetaler Nachwuchs an einem feuerwehrspezifischen Zirkeltraining teil. Dabei ging es an diversen Stationen im Landkreis hoch her. Auf dem Bühl in Ahnatal etwa wurde mit dem Schlauchboot eine Wasserrettung simuliert, an anderen Stationen warteten Lösch- und Leiterübungen.

Im Rahmen dieser Übungen erlangten auch zwei Mitglieder der Niestetaler Jugendfeuerwehr das Jugendabzeichen, wobei sie auf die aktive Unterstützung ihrer Teamkollegen angewiesen waren. „So lernt man nicht nur die Grundlagen der Feuerwehrarbeit, sondern auch Teamfähigkeit und Zusammenhalt“, betont Christoph Brückmann, denn Feuerwehrarbeit sei immer Teamwork.

Enge Verzahnung

Um diesen Zusammenhalt zu fördern, werden auch regelmäßige Freizeitaktivitäten organisiert, oft gemeinsam mit den Jugendfeuerwehren der Nachbargemeinden. „Eine gute Gelegenheit, sich gegenseitig besser kennenzulernen und eine Vorbereitung auf die Kooperation in den Einsatzabteilungen“, stellt der Jugendfeuerwehrwart heraus.

Durch die enge Verzahnung der Jugendfeuerwehr und der Einsatzabteilung in Niestetal ist ein nahtloser Übergang vom Jugend- in den Erwachsenenbereich gegeben. „Wir bieten den Jugendlichen nicht nur eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung mit Spaßgarantie, sondern auch noch echte Kameradschaft und Zusammenarbeit. Und im Gegensatz zu anderen Freizeitangeboten, ist die Mitgliedschaft bei uns beitragsfrei“, unterstreicht Brückmann. Auch wenn die Angebote in den Ferien ruhen, lädt er jeden ein, einmal vorbeizuschauen, wenn sich die Jugendfeuerwehr donnerstags von 18 und 20 Uhr trifft. (pee)

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