65-jähriger stellt sich ebenfalls zur Wahl

Bürgermeisterwahl Kaufungen: Holger Rode (CDU) fordert Amtsinhaber Roß heraus

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Dreikampf ums Bürgermeisteramt: Bei der Wahl am 6. März 2016 treten Holger Rode (CDU, von links), Steffen Andreae (GLLK) und Amtsinhaber Arnim Roß (SPD) an.

Kaufungen. Die Bürgermeisterwahl in Kaufungen am 6. März 2016 wird zu einem Dreikampf: Amtsinhaber Arnim Roß (SPD) muss nun auch gegen Holger Rode (CDU) antreten.

Neben Steffen Andreae von der Grünen Linken Liste Kaufungen (GLLK) wirft jetzt auch Holger Rode (CDU), seinen Hut in den Ring.

Für die Christdemokraten, die im Parlament mit der SPD gleichauf liegen, bewirbt sich der 65-jährige Steinmetzmeister im Ruhestand und erfahrener Kommunalpolitiker, um den Chefposten im Rathaus.

Am Donnerstagabend gaben Rode und Parteichef Stefan Röttger die Kandidatur bekannt. Offiziell nominiert werden soll der Vater zweier erwachsener Kinder am 4. Dezember. Im Gespräch mit der HNA gab sich Rode kämpferisch. Er werde sich für ein „mittelstandsfreundliches Umfeld in Kaufungen“ starkmachen und „den Austausch mit örtlichen Unternehmen intensivieren“. Außerdem müssten die Themen Finanzen und Wohnen wieder eine größere Rolle spielen. Die laufende Haushaltskonsolidierung in der 12.500 Einwohner zählenden Gemeinde dürfe allerdings „kein Selbstzweck sein“. Rode, der seit 2006 dem Gemeindevorstand in Kaufungen angehört und zuvor Gemeindevertreter in Lohfelden war, sprach sich für „deutlich mehr Aktivitäten“ beim Umbau und der Nutzung von Fachwerkhäusern aus. Die CDU werde weiterhin „treibende Kraft“ bei der Ausweisung von Wohnbauland sein, so Rode. Dazu zähle auch die Möglichkeit, die Wiese unterhalb der DRK-Klinik zu bebauen.

Rode und Röttger unterstrichen, dass es ihnen bei der Kandidatur auch darum gehe, bei der ebenfalls am 6. März 2016 stattfindenden Kommunalwahl ein möglichst gutes Ergebnis für die Christdemokraten einzufahren. Ein detailliertes Wahlprogramm will der CDU-Bewerber in den nächsten Wochen vorlegen.

Es war lange unklar, ob die Christdemokraten überhaupt einen Kandidaten aufstellen würden. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leichtgemacht“, sagte Parteichef Röttger, der ebenso wie Fraktionsvorsitzender Erwin Schmidt das erste Zugriffsrecht auf den exponierten Posten hatte. Beide standen am Ende aber nicht zur Verfügung. Ein externer Bewerber sei für die Partei nach Abwägung des Für und Widers nicht infrage gekommen.

Bei der Wahl 2004 hatte die CDU den parteilosen Peter Klein unterstützt, der die Wahl gewann. 2010 verlor er jedoch gegen Arnim Roß. Der Amtsinhaber hatte bereits im Frühjahr 2015 seine Bewerbung um eine zweite Amtszeit angekündigt. 

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