Gartenkultur erleben

Kaufunger Rundweg führt Besucher durch verschiedene Epochen

Unterwegs auf dem Gartenkulturpfad: Carsten und Caroline Woidt (von links) und Freund Markus Engenhorst finden den Rundweg im Stiftsareal eine gute Idee. Hier sind sie gerade an der Informationstafel am Rondell mit sagenhaftem Blick über Oberkaufungen. Fotos: T. Hartung

Kassel. Oberhalb des historischen Ortskerns von Oberkaufungen gibt es eindrucksvolle Gartenanlagen zu sehen. Ein Gartenpfad führt Besucher jetzt zu den schönsten Orten.

Museumsgarten mit historischen Rosen, Heilkräutern und Bauerngartenbeeten, die Park- und Wiesenanlagen im Stiftsareal und der Hofgarten - um für Einheimische und Besucher die Garten- und Landschaftskultur im geschichtlichen Ortskern zwischen Regionalmuseum „Alte Schule“ und Stiftskirche erlebbar zu machen, entstand vor vier Jahren bei der Gemeinde Kaufungen die Idee zu einem Gartenkulturpfad.

Schnell war das Konzept von einem eigenständigen Arbeitskreis aus Freiwilligen unter der Leitung von Bürgermeister Arnim Roß für den historischen Rundweg entwickelt, welcher den Besuchern einen eindrucksvollen Blick auf verschiedene Gartenkulturen aus unterschiedlichen Zeit- und Kulturepochen gewährt. 

Der Rundweg verbindet den Museumsgarten, die Park- und Wiesenanlagen im Stiftsareal, den Hof- und Kirchgarten, das Rondell, den Stiftshof und die Hofgartenwiese miteinander. Informationstafeln auf der Strecke bieten den Besuchern allerlei Interessantes über Streuobstwiesen, alte Apfelsorten, Getreideanbau vom 19. Jahrhundert bis heute sowie über die Stiftskirche, die althessische Ritterschaft und den Freiheiter Bürgerverein in den 1950er-Jahren und heute.

Aspekte der Gartengeschichte

Die Kosten des Projekts belaufen sich auf 80 000 Euro. „Genau wie die Eco- Pfade im Landkreis Kassel soll der Gartenkulturpfad in Kaufungen dazu anregen, sich mit Aspekten der typischen Gartengeschichte zu beschäftigen und die Zeugen der Vergangenheit mit anderen Augen zu sehen“, erklärt Bürgermeister Arnim Roß.

Allerdings wirken einige der Tafeln aufgrund der großen Menge an Informationen ein wenig unübersichtlich, so dass es schnell passieren könnte, dass sich der ein oder andere Besucher überfordert fühlt. 

Caroline und Carsten Woidt (beide 33, Oberkaufungen), die mit ihrem Freund Markus Engenhorst (32) aus Duisburg auf dem Gartenkulturpfad unterwegs waren, finden den Rundweg gelungen. „Es ist eine super Idee, den Ort interessant zu machen“, sagte Caroline Woidt, während sie ihren Blick über die Tafel am Rondel „Zur schönen Aussicht“ schweifen ließ, die das Thema „Kloster und Garten“ näher erklärt. Zum Beispiel ist darauf eine Handskizze des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel zu sehen.

Die anderen Tafeln behandeln unter anderem die Themen Lebendige Historie, Kunigunde, Recht und Freiheit sowie Kirche und Ritterschaft.

„Pfad ist eine Bereicherung“

Für Bürgermeister Arnim Roß ist der Rundweg eine Bereicherung für Kaufungen. „Der Bereich verfügt über einen hohen Erholungs- und erlebnisorientierten Wert, da er sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Stifts- und Museumsareal befindet“, sagt der Rathauschef. Er könne neben der Bildungsarbeit auch eine soziale Funktion - als Ort der Begegnung - erfüllen.

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