Grimmsteig-Touristik arbeitet an neuer Wanderkarte

Von Kaufungen bis Hessisch Lichtenau: Ein Wegweiser auf dem Wanderweg zeigt die alte (weiß) und die neue Kennzeichnung (grün). Die grünen Schilder zeigen die Köpfe von Jacob und Wilhelm Grimm und werden gern mal mitgenommen. Archivfotos: Ketteritzsch/ Wohlgehagen

Nieste/Söhrewald/Kaufungen. Wanderfreunde aufgepasst: Bald soll es eine neue Karte für den Grimmsteig-Wanderweg geben. Daran, dass alte und neue Schilder nebeneinander existieren, ändert sich nichts.

In fünf Etappen kann man durch die Söhre, den Kaufunger Wald und über den Meißner wandern - der Grimmsteig-Wanderweg macht es möglich. Bei der Vermarktung sei man aber nicht konsequent, beklagt Wanderwart Alfred Meißer vom Wanderverein Niederkaufungen.

Denn: Beschilderung und Wanderwege passten nicht zusammen und die Markierung mit unterschiedlichen Systemen sorge für Missverständnisse. Das hatte er im November vergangenen Jahres bereits bemängelt - getan habe sich seitdem nichts.

Wenn man zum Beispiel von der Königsalm nach Oberkaufungen gehe, weiche die Kennzeichnung der Wege von denen auf der Karte ab. An manchen Stellen des Grimmsteigs existierten zudem die alte (ein aufgemaltes weißes „G“ mit einem Pfeil) und die neue Kennzeichnung (ein grünes „G“-Schild mit einem Pfeil) parallel.

Problem für Ortsfremde 

Ortsfremde Wanderer stünden hier vor einem Problem. Positives Gegenbeispiel sei die GPS-basierte Karte auf der Internetseite www.ich-geh-wandern.de, so Meißer. „Hier sind alle Etappen aufgeführt mit einem exakten Streckenverlauf, wie er gekennzeichnet ist.“

Grimmsteig-Touristik-Chef Helmut Lippert sagt dazu auf HNA-Anfrage: Alte und neue Kennzeichnung werden bewusst parallel verwendet. Immer wieder komme es vor, dass Andenkenjäger die neuen, schönen Schilder, die die alte Kennzeichnung bedecken, klauten. Das könne schon für Verwirrung sorgen.

Dass die Gesamtkarte, die sich der Wanderer auf der Internetseite herunterladen kann, an einigen Stellen vom tatsächlichen Routenverlauf abweicht, bestätigt Lippert. „Immer wieder müssen wir die Route wegen Forstarbeiten oder Arbeiten an den Wegen verändern.“

Besonders schöne Wege 

Derzeit arbeite man allerdings an einer neuen Karte mit Gitterrastern, die auch die Standortbestimmung per GPS-Gerät ermögliche. Hintergrund ist die Erweiterung der touristischen Arbeitsgemeinschaft (TAG) Märchenland um die drei Kommunen Fulda-brück, Niestetal und Lohfelden im Februar. „In diesen Gemeinden suchen wir nach besonders schönen Wegen, um die Menschen darüber zum Grimmsteig zu bringen.“ Die Rede ist von sogenannten Zubringerwegen.

Bis die neue Karte im Internet verfügbar ist, werde es wohl noch einige Wochen dauern. Unabhängig davon merkt Lippert jedoch an: „Vom Grundsatz her folgt der Wanderer ja der Wegemarkierung.“

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