Kaufungen: Gemeinde baut viergruppigen Kindergarten für 2,8 Millionen Euro

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Auf dem alten Festplatz in Kaufungen, soll nun auf dem Baugebiet neue Mitte der neue Kaufunger Kindergarten mit vier Gruppen gebaut werden.

Kaufungen. Der Bau einer Kindertagesstätte auf dem alten Festplatz ist beschlossene Sache. Mehrheitlich entschieden sich die Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Dienstagabend für eine Kita mit vier Gruppen anstelle der ursprünglich geplanten zwei.

Hintergrund: Kaufungen benötigt noch mehr Kita-Plätze (wir berichteten) als ursprünglich geplant. Seit 2013 haben Eltern sobald ihr Kind ein Jahr alt ist auch einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz. Das zeigt sich in Kaufungens Kindergärten: In 2015 und 2016 seien 63 U3-Kinder mehr aufgenommen worden als geplant, so die Gemeinde.

Mit Blick auf diese Entwicklung sprach sich die Grüne Linke Liste Kaufungen (GLLK) in einem Änderungsantrag für eine Kita mit vier Gruppen aus. Die gut drei Hektar große Fläche „Alter Festplatz“ (etwa vier Fußballfelder groß) soll nun nicht nur als neues Wohnbaugebiet dienen, sondern auch die neue Kita beherbergen.

Mit vier Gruppen steigen aber die Kosten des Neubaus. Die GLLK beziffert Bau und Einrichtung auf 2,8 Millionen Euro. 520 000 Euro würden durch ein Bundesprogramm für die Finanzierung von Kinderbetreuung übernommen, weitere 130 000 Euro gäbe es für die Gestaltung des Außengeländes durch das kommunale Investitionsprogramm, teilt die Gemeinde auf Anfrage der HNA mit. Es bleiben 2,15 Millionen Euro, die die Gemeinde finanzieren muss.

Die CDU-Fraktion sprach sich in der Sitzung mehrheitlich gegen den Neubau einer Kindertagesstätte aus. Gemeindevertreter Erwin Schmidt (CDU) sagte deutlich, dass vor einem Beschluss die Finanzierung der Folgekosten geklärt sein müsse. „Es muss erst darüber beraten werden, wie das zu erwartende Haushaltsdefizit von etwa 200 000 Euro, entstanden durch die jährlichen Folgekosten, im Jahr 2017 ausgleichen werden können“, appellierte er an die Fraktionen. Trotz der warnenden Worte wurde der Antrag, den Beschluss wieder in den Haupt- und Finanzausschuss zu geben, von SPD, GLLK und Grünen abgelehnt.

Die SPD-Fraktion sprach sich für eine schnelle Entscheidung zum Wohle der Kinder aus, „auch wenn alle Faktoren noch nicht hundertprozentig geklärt seien“, sagte Angelika Großberndt (SPD) am Dienstag.

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