Stiftung gibt 10.000 Euro

Luchse bauen in Kaufunger Wald und Söhre eigene Population auf

Beweis: Dieser Luchs wurde im Februar 2015 in der Söhre fotografiert und auf den Namen Felux getauft. Foto: Uni Göttingen/nh

Söhrewald/Kaufungen. So viel steht bereits fest: Die Luchse im Kaufunger Wald und in der Söhre sind im Begriff, eine eigene Population aufzubauen.

Versteckt: Die Fotofallen sind an Baumstämmen befestigt. Archivfoto: nh

Im Sommer dieses Jahres teilte Dr. Markus Port vom Luchs-Forschungsprojekt der Universität Göttingen mit, dass im hessisch-niedersächsischen Grenzgebiet Pinselohren zur Welt gekommen sind. Nachdem es bereits entsprechende Beobachtungen in den Wäldern gegeben hatte, tappten im Frühjahr eine Luchs-Mutter und ihre Jungen in eine der Fotofallen, die der Göttinger Forscher aufgestellt hat.

Die Aufnahmen der insgesamt 40 automatischen Kameras sollen Aufschluss über die Zahl der scheuen Tiere in der Region bringen. Mehr noch: Mithilfe der seit November 2014 installierten Spezialtechnik ist es möglich, einzelne Luchse an ihrer individuellen Fellzeichnung zu identifizieren.

Jetzt erhält das populäre Wiederansiedlungsprojekt - mehrere Schulklassen im Raum Kassel haben inzwischen Kamera-Patenschaften übernommen und den fotografierten Tieren Namen gegeben - finanzielle Unterstützung von privater Seite.

Fotos: Luchs-Sichtung in Söhrewald

Luchs-Sichtung in Söhrewald

Die Erika-Krauskopf-Stiftung mit Sitz in Kassel fördert die Forschungsarbeit der Göttinger Wissenschaftler mit 10.000 Euro. Das teilte Michael Heinecke, Repräsentant der Stiftung, mit. Bei der Erforschung des Luchs-Vorkommens arbeiten die Forscher eng mit dem Arbeitskreis Hessenluchs und den Forstämtern Hessisch Lichtenau und Melsungen zusammen.

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