"Bei so was weiß man nie, ob ein Plan funktioniert“

Maßarbeit mit Tonnenlast: So verlief die Lkw-Bergung in Kaufungen

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Maßarbeit: Zwei Kräne trugen den Lastwagen zwischen den Häusern hindurch.

Kaufungen. Die Bergung des Lastwagens, der am Montag in Kaufungen einen Hang heruntergerollt und in eine Garagenwand gefahren war, war auch für die Profis der Firma Schnittger eine Herausforderung.

Mehrere Stunden benötigten sie, um das Herausziehen des Fahrzeuges aus dem Hang vorzubereiten.

Dazu wurde der Lkw mit Stahlseilen gesichert und dann mit einem Kran hochgezogen. „Das ist ein schwieriges Unternehmen, bei so was weiß man nie, ob ein Plan funktioniert“, sagte Bergungsleiter Marc Schnittger vor Beginn des Anhebens durch den Kran.

Obwohl sich das Vorderteil des Lastwagens hoch über die Dächer der Häuser bugsieren ließ, gelang es nicht, ihn herauszuziehen.

„Wir mussten schnell umplanen, da der Lkw im Hang feststeckte“, sagte Schnittger. Um 19 Uhr wurde ein zweiter Kran angefordert. Nach einigen Vorbereitungen heulten die Motoren der beiden Kräne auf und zogen den Lkw langsam unter Knarren und Knacken aus dem Hang.

Dann war Maßarbeit gefragt, um das tonnenschwere Fahrzeug punktgenau zwischen zwei Häuserwänden hindurchzuheben. An den Seilen der Kräne schwankte der Lkw hin und her. Auf die Kommandos eines Bergungsexperten gelang es den Kranführern aber, die Schwingungen präzise auszugleichen.

Eine Schrecksekunde gab es während der Bergung dennoch: Als eines der Halteseile verrutschte, sackte der Lkw ruckartig nach unten. „Das im Kran zu spüren, macht keinen Spaß“, kommentierte Schnittger das Geschehen.

Den Kranführern gelang es dennoch, das Fahrzeug sicher im Garten abzusetzen und gegen 20.30 Uhr auf die Straße zu heben, wo es abgeschleppt werden konnte. Trotz einiger unerwarteten Probleme zeigte sich Bergungsleiter Marc Schnittger zufrieden mit dem Verlauf der schwierigen Bergungsaktion: „Am Ende ist doch alles ganz gut verlaufen.“

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