Verschiedene Angebote

So können Sie Flüchtlingen im Kreis Kassel helfen

Im Rahmen des Projektes „medien@schule“ haben Schüler der 10. Klasse der IGS Kaufungen einen Überblick über Hilfsangebote für Flüchtlinge erstellt.

Auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung und anderen Bedrohungen hoffen viele Menschen auf ein sichereres Leben in Deutschland, dass Sie unterstützen können, indem Sie durch verschiedene Möglichkeiten den Flüchtlingen helfen.

Es gibt verschiedene Angebote, um den 6000 Flüchtlingen in Kassel und Umgebung (Stand: Ende 2015) zu helfen, sich zu integrieren.

Neben Geldspenden und Kleiderspenden, kann man auch einen freien Wohnraum anbieten.

Haben Sie bereits Erfahrung in der Sprachvermittlung, werden Sie von dem Freiwilligenzentrum beraten, wo Sie im Rahmen der ehrenamtlichen Sprachkurse die Flüchtlinge unterstützen können. Hier bekommen Sie weitere Infos.

Zusätzlich wurde eine App für Flüchtlinge entwickelt, die über mehrere Sprachen verfügt, allgemeine Informationen über Deutschland den Flüchtlingen anbietet und eine rechtliche Hilfe bereitstellt. Hier können Sie die App herunterladen.

Für die Flüchtlinge gibt es im Raum Kassel sehr viele Angebote, um die Sprache kennenzulernen (Sprachkurse). Es gibt die Möglichkeit, in verschiedenen Räumlichkeiten, wie zum Beispiel in Schulen (IGS Kaufungen, Goethe Schule, Waldorfschule...) die Sprachen zu lernen und sich weiterzubilden.

Unter anderem bietet die WBS Kassel sechs Deutschkurse für Flüchtlinge mit insgesamt 115 Teilnehmern an. Hier finden Sie alle Infos.

Interview zu Flüchtlingen mit Christoph Günther, Lehrer IGS und Mitarbeiter des Aufnahme- und Beratungszentrums Kassel am Staatlichen Schulamt

Schüler: Wie ist es dazu gekommen, dass sie sich so für eine Zusammenarbeit mit Flüchtlingen interessieren?

Christoph Günther, Lehrer IGS und Mitarbeiter des Aufnahme- und Beratungszentrums Kassel am Staatlichen Schulamt

Günther: „Mir liegt das Thema sehr am Herzen, Menschen aus den Kriegsgebieten zu helfen. Vorallem ist es mir wichtig, dass die Kinder ohne Angst in die Schule gehen können. In Syrien oder Afganistan sind die Kinder vielleicht gerade mal 2 Jahre in der Schule gewesen.“

Schüler: Aus welchen Ländern kommen die meisten Flüchtlinge mit denen sie kooperieren?

Günther:„Die meisten kommen aus Syrien oder Afganistan. Allerdings kommen auch viele Jungen und Mädchen aus Bulgarien oder Griechenland.“

Schüler: Wie verhalten sich die Flüchtlinge ihnen gegenüber?

Günther:„Sie sind sehr höflich und freundlich. Alle Eltern sind sehr dankbar, dass so viel Einsatz für ihre Kinder gezeigt wird, denn die Kinder sind sehr motiviert auf die Schule. Einmal ist es sogar vorgekommen, dass ein Vater vor Dankbarkeit geweint hat, da er und seine Familie jetzt in Sicherheit ist.

Schüler: Gute Erfahrungen / Schlechte Erfahrungen, die Sie während ihrer Arbeit gemacht haben?

Günther:„Die guten Erfahrungen sind, dass alle sehr herzlich und dankbar sind. Es gibt keine direkte schlechte Erfahrung, doch manchmal ist die Zeit für die Vorbereitungen etwas zu knapp, da sehr schnell neue Flüchtlinge angereist kommen, die ebenfalls Hilfe benötigen.

Schüler: Wie lange sind Sie jetzt schon in Kontakt mit den Flüchtlingen?

Günther:„Seit einem Jahr.“

Schüler: Was ist ihre Aufgabe im Schulamt im Bezug auf die Flüchtlinge?

Günther:„Ich bin zweimal in der Woche im Schulamt, immer Dienstags und Donnerstags, und meine Aufgabe ist es, für die Kinder eine geeignete Schule zu suchen. Ich unterhalte mich immer zuerst mit den Kindern und einem Dolmetscher, der alles für mich übersetzt und informiere mich über ihre Bildung. Danach telefoniere ich mit verschiedenen Schulen und versuche eine geeignete Schule zu finden, die wenn möglich auch in der Nähe von dem neuen Wohnort ist.“

Von Aiea Ali, Marvin Krebs, Angelina Krebs und Celina Dietz

Anmerkung

: Rund 250 Acht-, Neunt- und Zehntklässler haben im Rahmen des Projektes „medien@schule“ Artikel, Fotos und Videos für HNA.de erstellt. Das Projekt von Hessischer Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) und der HNA findet im Rahmen von „Medien machen Schule“ statt. Es soll zeigen, wie neue Medien und soziale Netzwerke wie Facebook, Youtube, Twitter und Instagram funktionieren.

Hier finden Sie weitere Artikel

, die während des Projekts entstanden sind.

Rubriklistenbild: © dpa

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