CDU-Politiker Rode will Bürgermeister in Kaufungen werden: „Ich will mehr umsetzen“

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Er fordert Amtsinhaber Arnim Roß (SPD) heraus: Der gebürtige Lohfeldener Holger Rode lebt seit 2005 in Kaufungen und will dort ins Rathaus einziehen.

Kaufungen. Der 65-jährige CDU-Politiker Holger Rode will Bürgermeister von Kaufungen werden - mit Wirtschaft als Schwerpunkt.

Holger Rode sieht sich nicht als Mann der Theorie. Sportlich im Hemd kommt er daher, hellwacher Blick, redegewandt - seine 65 Jahre sieht man ihm nicht an.

Rode will Bürgermeister von Kaufungen werden - die CDU hat ihn zu ihrem Kandidaten gekürt. Nervös scheint er deshalb nicht zu sein. Für ihn ist dieser Schritt fast schon wie eine logische Folge aus seiner Biografie.

Rode, Steinmetzmeister, bis Ende 2015 hatte er seinen eigenen Betrieb, war immer aktiv, immer unterwegs. Er liebt den Kontakt zu anderen, das Zuhören und Diskutieren.

„Ich wollte für alle da sein“

Schon als junger Mann interessierte sich der gebürtige Lohfeldener für Politik, „irrsinnigerweise fing ich bei den Sozialisten an“, erinnert er sich. Doch dann wurden ihm die Vereine wichtiger, die Politik trat zurück, „ich wollte für alle da sein“, sagt er.

13 Jahre war er Vereinsjugendwart der FSK Lohfelden, er war Gründungsvorsitzender des Ortsjugendrings und vier Jahre als Vorsitzender des FSC Lohfelden tätig. Auch auf beruflicher Ebene setzte er sich ein - für seine Zunft. Von 2002 bis 2011 war er Landesinnungsmeister.

„Zurück in die Politik ging es, als es mit meinem Steinmetzbetrieb in Lohfelden nicht weiterging“, sagt Rode. Mit dem damaligen SPD-Bürgermeister Bernhard Blank habe er sich „ordentlich gerieben“. Und so habe er 1993 bei der CDU angefangen. „43 war ich da.“ Seine Bilanz bis heute: Zwölf Jahre Gemeindevertreter in Lohfelden, und dann - nach dem Umzug mit Betrieb und seiner Familie 2005 nach Kaufungen - zehn Jahre im Gemeindevorstand.

Mittelstand im Blick

„Und ich habe das Gefühl, dass auch hier noch deutlich mehr getan werden könnte, als tatsächlich passiert“, sagt Rode. Deshalb jetzt die Bürgermeisterkandidatur. Viel will Rode vor allem für die mittelständische Wirtschaft tun. Er will Kaufungens Gewerbegebiete vitaler machen, Leerstände beseitigen, mit den Unternehmen reden, was man an deren Situation verbessern kann. Sein Ziel ist, mehr Gewerbesteuer-Einnahmen zu generieren - zur Haushaltskonsolidierung. „Erst dann können wir auch Geld zum Beispiel für die Kindegärten in die Hand nehmen“, sagt Rode. Wichtig für ihn auch: Wohnraum schaffen für junge Familien. So will er Baulücken füllen, dort, wo es sich anbietet, den Innenbereich ausweiten, und Leerstände vor allem in Altbauten abbauen.

Wie will er das schaffen? „Direkt auf die Leute zugehen, reden, verhandeln, Lösungen finden“, sagt Rode. „Ich will weniger Sitzungen, weniger Papier, ich will einfach mehr umsetzen.“ Dafür würde er sogar auf seine Pensionsansprüche verzichten. „Lieber stecke ich das Geld dahin, wo es wirklich gebraucht wird.“

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