Zu kaufen auf der Internetplattform Dawanda

"Kaufungen muss man wollen": Sylke Fischöder bastelt Nordhessen-Accessoires

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Selbstgemachtes mit Regionalbezug: Sylke Fischöder produziert in liebevoller Handarbeit Bilderrahmen mit frechen nordhessischen Sprüchen.

Die Kaufungerin Sylke Fischöder ist gelernte Gestalterin und erst kürzlich aus Hamburg in ihre Heimat zurückgekehrt. Jetzt bastelt sie Accessoires mit nordhessischen Sprüchen.

Schleifen, kleben, bohren, drucken - das sind nur einige Arbeitsschritte, die nötig sind, um die kleinen Bilderrahmen mit markigen nordhessischen Sprüchen wie „Es kimmed alszus annersder als wie mer dengged“ oder „Mach hier nidd uff doggumenda“ herzustellen.

Bissige Sprüche: In der Werkstatt entstehen viele kleine Bilderrahmen und Magnete mit regionalem Bezug.

Erst in der Fremde habe sie den Charme Nordhessens mit all den „liebenswerten Schrulligkeiten" schätzen gelernt. Sie kam auf die Idee, Wohnaccessoires mit lokalen Sprüchen und teilweise in Mundart herzustellen, die sie seitdem auf Handwerkermärkten und in Geschäften vor Ort verkauft, beispielsweise im „Handgemacht“ in der Leipziger Straße 472 in Kaufungen oder dem „Wild Wood“ in der Friedrich-Ebert-Straße 99 in Kassel. In Hamburg habe es so etwas viel öfter gegeben, hier habe es aber bisher gefehlt. In den Läden kommen ihre Artikel gut an: „Die Leute freuen sich wie verrückt über die Sprüche. Ich hab da scheinbar eine Marktlücke entdeckt. Und ich hab Spaß dran, diese liebenswerten Eigenheiten festzuhalten.“

Das „Fullekind“ im Internet

Vor einem Monat hat sie sich entschieden, ihre Bilderrahmen und Magnete auch im Internet anzubieten. Auf der bestehenden Plattform „Dawanda“ fand sie alles, was sie dazu brauchte: einen vorhandenen Bekanntheitsgrad in Internetkreisen, unkomplizierte Handhabung, individuelle Gestaltungsmöglichkeiten und angemessene Gebühren. Seitdem ist sie unter dem Namen „Fullekind“ aktiv und bietet ihre Artikel auch über diesen Kanal an.

„Die Kunden sind auch Wegzieher, die lassen sich die lokale Heimeligkeit aus Heimwehgefühlen zuschicken“, erklärt sie ihren Erfolg. So versende sie von Kaufungen aus Nordhessen nach ganz Deutschland, freut sie sich.

Der Wiedererkennungswert sei ihr dabei wichtig: Sie habe lange am Design der Produkte gearbeitet: Diese sollen funktional sein, puristisch, modern und gleichzeitig den Charme des Gebrauchten aufzeigen. Wenn sie nicht vollständig zufrieden sei, würden die Produkte nicht ins Sortiment aufgenommen.

Die Einfälle gingen ihr dabei noch lange nicht aus, versichert sie. Im kreativen Kopf entstehen bereits Ideen für Taschen, Fußmatten, Trinkflaschen und Postkarten. Dabei wird mit langer Hand geplant und getestet. Die angebotenen Produkte sollen hochwertig und langlebig sein.

Eines Tages will Fischöder vom Verkauf ihrer Produkte leben. Sie wünscht sich nicht nur mehr lokale Geschäfte für den Verkauf, sondern auch Erfolg im Internet. Dazu betreibt sie auch eine  Facebookseite. „Am Ende braucht doch jeder ein Fullekind“, schmunzelt sie überzeugt.

Von Katharina Weber

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