Verkehrsminister Al-Wazir kommt wohl doch zum A44-Dialog nach Kaufungen

Kaufungen. Nachdem er die Einladung des Runden Tisches A 44 zu einem Gespräch über die Autobahnplanung Kassel-Helsa ausgeschlagen und dafür in Kaufungen teilweise harsche Kritik geerntet hatte, schwenkt Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) offenbar um.

Nach HNA-Informationen will er nun offenbar doch nach Kaufungen kommen, um mit den Vertreter von Gemeinde, Bürgerinitiativen und Verbänden zu reden. „Wir sind in der Terminfindung“, sagte Ministeriumssprecher Wolfgang Harms am Dienstag auf Anfrage dieser Zeitung. Er ließ allerdings offen, wann es zu einem Treffen kommen und wer daran teilnehmen wird. Zuletzt hatte Al-Wazir das von ihm selbst angeregte Dialogverfahren zu den möglichen Trassen für die Autobahn zwischen Kassel und Helsa auf Eis gelegt.

Er werde erst dann zu einem Gespräch in die Region kommen, wenn das Bundesverkehrsministerium über die von Hessen Mobil vorgeschlagene Lärmschutz-Einhausung (Umbauung) der Fernstraße im Bereich Oberkaufungen entschieden habe.

Wie berichtet, liegen Vorschläge für eine ein beziehungsweise eineinhalb Kilometer lange Einhausung vor. Der Bund prüft zurzeit vor allem, ob diese Varianten von den Kosten her darstellbar sind.

Kaufungens Bürgermeister Arnim Roß (SPD) hatte Al-Wazir vor wenigen Tagen ungewöhnlich scharf kritisiert. Er sei enttäuscht von dem Minister, hatte der Verwaltungschef erklärt und bezweifelt, dass das Land das Dialogverfahren zum Autobahnbau noch ernsthaft betreibt. (ket)

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