Hessen Mobil hat zwei Varianten für eine Lärmschutz-Einhausung vorgelegt

Vorschlag für Solar-Autobahn bei Kaufungen: Versorger sollen Wirtschaftlichkeit prüfen

Arnim Roß

Kaufungen. In der Diskussion über eine Solar-Autobahn bei Kaufungen bleibt Bürgermeister Arnim Roß (SPD) trotz wenig ermutigender Signale aus Wiesbaden hartnäckig.

Das für die Energieversorgung zuständige Gemeindewerk, an dem die Städtischen Werke Kassel beteiligt sind, soll nun prüfen, ob sich ein derartiges Projekt rechnet.

Er würde es begrüßen, wenn ein Solardach für die Autobahn unter der Federführung der beiden kommunalen Versorgungsunternehmen verwirklicht werden könnte, betonte der Bürgermeister im HNA-Gespräch. Eine Beteiligung privater Investoren sei möglich. Roß verwies in diesem Zusammenhang auf die örtliche Bürger-Energiegenossenschaft.

Der Bürgermeister reagierte auch auf die jüngste Stellungnahme von Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) in der Debatte um eine Einhausung, also Umbauung, der A44 zum Zweck des Lärmschutzes. Der Minister hatte Zweifel daran geäußert, dass die durch eine Verpachtung des Daches für die Solaranlage zu erwartenden Einnahmen ausreichen werden, um die Mehrkosten der Einhausung zu refinanzieren. Davon gehe auch niemand aus, so Roß. „Schließlich wird die Einhausung, wenn sie gebaut werden sollte, ja nicht für das Solardach gebaut, sondern zum Schutz der Menschen.“

Hessen Mobil hat zwei Varianten für eine Lärmschutz-Einhausung bei Oberkaufungen samt Wirtschaftlichkeitsberechnung vorgelegt. Diese wird zurzeit vom Bundesverkehrsministerium geprüft.

Strom vom Dach der Autobahn

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