Kaufungerin leitet neuen Fachbereich Immobilienmanagement

Kreis Kassel. Die Kreisverwaltung hat einen neuen Fachbereich: Das neue Team des Immobilienmanagements betreut ab sofort die Schulen, Turnhallen und Flüchtlingsunterkünfte im Kreis.

Immer freitags erfahren die Mitarbeiter der Kreisverwaltung, wie viele Flüchtlinge am darauffolgenden Mittwoch den Landkreis erreichen. Dann geht es darum, sie auf die Unterkünfte zu verteilen. „Am vergangenen Freitag wurden 115 Personen angekündigt und es kamen nur 99“, erzählt Kreissprecher Harald Kühlborn. Oft sei es aber auch umgekehrt der Fall. Dann müsse die Kreisverwaltung spontan umplanen.

Um zu gewährleisten, dass auch künftig jeder Asylbewerber ein dichtes Dach über dem Kopf bekommt, hat der Landkreis den Fachbereich Immobilienmanagement gegründet. Dessen Leitung übernimmt die Immobilienfachwirtin Martina Rapprich.

Bei der 47-Jährigen laufen ab sofort die Fäden aus den Fachbereichen Gebäude- und Energiemanagement sowie der Liegenschaftsverwaltung zusammen. Etwa 40 Mitarbeiter sollen sie dabei unterstützen, die kreiseigenen sowie die vom Kreis angemieteten Liegenschaften zu betreuen. Dazu gehören 74 Schulen, 52 Turnhallen und 34 Flüchtlingsunterkünfte sowie drei Behördenstandorte in Hofgeismar, Wolfhagen und Kassel.

Die Idee für einen separaten Fachbereich, der sich um die immobilienbezogenen Aufgaben kümmert, entstand 2007, als mit der Schulsanierung begonnen wurde.

„Schon damals war klar: Wir brauchen jemanden, der sich dauerhaft um den Erhalt der Gebäude kümmert“, erinnert sich Landrat Uwe Schmidt (SPD). „Es war ein Konglomerat verschiedener Punkte, dass wir erst jetzt zu Potte kommen.“

Zwei Jahre habe man nun nach einer geeigneten Leitung gesucht - und sich aus 44 Bewerbern die Kaufungerin Martina Rapprich, die aus der Privatwirtschaft kommt, ausgesucht. „Frau Rapprich bringt noch einmal einen anderen Blick auf die Dinge mit. Jemand aus dem erwerbswirtschaftlichen Bereich kann uns nur guttun.“

Rapprich, die „gern operativ“ arbeitet, soll sich erst einmal primär um die derzeit dringlichste Aufgabe im Immobilienbereich kümmern - um die Rekrutierung zusätzlicher und die Instandhaltung bestehender Flüchtlingsunterkünfte. Erste Standorte habe sie bereits besichtigt und erste Verhandlungen geführt. „Ich habe bereits einen Einblick bekommen, was alles zu tun ist und freue mich über die Herausforderung.“

Im nächsten Schritt gehe es nun darum, eine Räumlichkeit zu finden, in der die Mitarbeiter des Fachbereichs Immobilienmanagement zentral versammelt sind.

Zur Person

Martina Rapprich (47) stammt aus Kaufungen und hat nach der Berufsausbildung in einem Rechtsanwaltsbüro den Diplom-Immobilienfachwirt gemacht. Sie arbeitete deutschlandweit in verschiedenen Immobilienunternehmen, leitete zwei Unternehmen als Geschäftsführerin. In ihrer Freizeit fährt sie Motorrad, Ski und Fahrrad. Sie ist verheiratet, hat ein Kind und lebt in Kaufungen.

Von Anna Lischper

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