Erhöhung fällt moderat aus

Kita-Gebühr: Gemeindevertretung Fuldatal stimmte überarbeiteter Vorlage zu

Erleichterung bei den Eltern in Fuldatal: Die Kita-Gebührenerhöhung fällt weniger saftig aus als befürchtet. Unser Foto zeigt den Kindergarten Weddel in Ihringshausen. Foto: Schilling

Fuldatal. Die Kita-Gebühren in der Gemeinde Fuldatal werden weniger stark ansteigen als geplant. Am Mittwochabend beschlossen die Gemeindevertreter eine von der Verwaltung geänderte Vorlage.

Die Vorlage basiert zu einem großen Teil auf Vorschlägen des Elternbeirats. Demnach sind die Kita-Gebühren jetzt zunächst nur für zwei Jahre kalkuliert und sehen eine Anhebung in zwei Stufen vor. Für die Ganztagsbetreuung der Kinder unter drei Jahren beispielsweise steigen die Gebühren von derzeit 188 Euro auf 228 Euro ab dem 1. September und auf 237 Euro 2017. Ursprünglich war eine dreistufige Erhöhung auf 275 Euro ab dem Jahr 2018 vorgesehen. Für Kinder über drei Jahre steigen die Betreuungskosten auf 205 Euro ab September und auf 213 Euro im Jahr 2017.

Besucht ein Geschwisterkind die Einrichtung, zahlen Eltern für dieses wie bisher nur die Hälfte, beim dritten Geschwisterkind entfallen die Gebühren. Ursprünglich war eine Staffelung von 75 Prozent für das zweite Kind, 50 Prozent für das dritte und 25 Prozent für das vierte vorgesehen.

Die Spätbetreuung von 16.30 bis 17.30 Uhr wird wie geplant wegen einer zu geringen Nachfrage wegfallen. Nur drei der insgesamt 380 Kita-Kinder in der Gemeinde nehmen diese Option aktuell in Anspruch. Allerdings wird die Übergangsfrist bis zum Wegfall der Spätbetreuung bis zum 31. Dezember dieses Jahres verlängert. Sollte die Nachfrage deutlich steigen, besteht die Option auf eine Wiedereinführung des Angebots. Das Verpflegungsentgelt wird von 65 auf 69 Euro im Monat angehoben.

Gegen die ursprünglich vorgesehene Anhebung der Gebühren hatte es seitens der Elternschaft sowie quer durch alle Fraktionen Widerstand gegeben. Bürgermeister Karsten Schreiber (CDU) bezeichnete die Gebührensatzung als eine „nüchterne, betriebswirtschaftliche Betrachtungsweise“. „Der Entwurf hat uns keine Freude gemacht“, sagte er. Schreiber sowie alle Fraktionen lobten die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat, durch die ein tragfähiger Konsens zustande gekommen sei.

Die Gemeindevertretung stimmte der überarbeiteten Vorlage bei zwei Enthaltungen zu. Der Kalkulationszeitraum endet am 30. August 2018. Alle Fraktionen mahnten die Kita-Finanzierung als „gesamtgesellschaftliche Aufgabe“ an und forderten mehr Unterstützung vom Land. Je nach Entwicklung könnte es in zwei Jahren auch um die Frage gehen, ob der hohe Standard mit zehn zusätzlichen Erziehern weiter beibehalten werden kann. 

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