Regionalversorger: 700 Problemfälle bei Erneuerbaren gelöst

EAM klärt Abrechnungsprobleme mit Solar-Betreibern

Kreis Kassel. Der Energieversorger EAM hat die Probleme bei der Abrechnung der Vergütungen für Solar-, Wind- und Biogasanlagen inzwischen offenbar weitgehend im Griff.

René Schneider

Man habe in den vergangenen Wochen den größten Teil der 700 offenen Abrechnungen versenden können, erklärte Unternehmenssprecher René Schneider auf HNA-Anfrage. Gegenwärtig müssten noch 80 Fälle abschließend geklärt werden. „Diese werden gemäß unseres Versprechens bis zum Ende des Monats Mai abgearbeitet“, sagte Schneider. Unabhängig von den mit Verzögerung verschickten Abrechnungen hätten die betroffenen Strom-Einspeiser von der EAM monatliche Abschläge erhalten. Damit sollte nach Angaben des Sprechers verhindert werden, dass die Kunden wirtschaftliche Nachteile erleiden. Wie berichtet, hatten zahlreiche Einspeiser zunächst kein Geld bekommen. Mehr noch: Von einigen Kunden forderte die EAM unberechtigt Geld zurück.

Einer der Betroffenen war der Kaufunger Solarunternehmer Georg Stiens. Er und fünf seiner Geschäftspartner, die auf dem Dach des Bürgerhaussaals in Oberkaufungen eine Fotovoltaikanlage betreiben, gingen bei der Vergütung monatelang leer aus. Dafür konfrontierte sie die EAM mit einer unberechtigten Rückforderung von 5000 Euro.

Entstanden waren die Probleme nach Auskunft des Unternehmensprechers durch die Umstellung des Abrechnungssystems. Die Dienstleistung war bislang noch von Eon erbracht worden. Aus deren Regionalgesellschaft Eon Mitte war Ende 2013 die neue, von zwölf Landkreisen und der Stadt Göttingen sowie über 100 weiteren Kommunen getragene EAM hervorgegangen. Bei der Neuaufstellung waren laut Schneider „zahlreiche anspruchsvolle Umstrukturierungen notwendig“.

Als Beispiele nannte der Sprecher die Neueinführung der Marke EAM, den Aufbau eines eigenen Strom- und Gasvertriebs, also die Kundenakquise, und die rechtlich geforderte Ausgliederung der Netzgesellschaft Energie-Netz Mitte.

Rubriklistenbild: © dpa

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