Hilfe im Notfall: Netz von Laien-Defibrillatoren in Kaufungen wurde weiter ausgebaut

Nun 13 kleine Lebensretter

Handlich und leicht zu bedienen: Mit dem Defibrillator können auch Laien im Notfall Leben retten. Archivfoto:  nh

Kaufungen. Sie sind einfach zu bedienen, können überallhin transportiert werden und retten im Notfall Leben: so genannte Laien-Defibrillatoren, die automatisch oder auf Knopfdruck gezielt Stromstöße abgeben und damit Menschen vor dem Herztod bewahren können.

In Kaufungen wurde das Netz der Schockgeber jetzt erweitert. Insgesamt 13 öffentliche Einrichtungen in den Ortsteilen Ober- und Niederkaufungen sowie Papierfabrik verfügen nun über die Defibrillatoren.

Zusammen mit der Raiffeisenbank Baunatal (RBB) hat die Gemeinde jetzt wieder ein Gerät angeschafft und an das örtliche Deutsche Rote Kreuz (DRK) übergeben. Zu den zentralen Standorten, an denen derartige Gräte vorhanden sind, zählen das Rathaus und das Museum Alte Schule in Oberkaufungen, die Haferbachhalle und das evangelische Gemeindezentrum in Niederkaufungen und die Kindertagesstätte Sternschnuppe in Papierfabrik.

Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt, Laien-Defibrillatoren so zu verteilen, dass das Gerät innerhalb von drei Minuten Gehzeit erreicht und anschließend eingesetzt werden kann. In Kaufungen sei diese flächendeckende Notfallversorgung an öffentlichen Standorten gewährleistet, sagte Bürgermeister Arnim Roß (SPD), der den neuesten Defi jetzt zusammen mit RBB-Filiallleiter Ingo Nowack an Tina Grawwert von der DRK-Ortsvereinigung übergab.

Nach den Erkenntnissen der Deutschen Herzstiftung sterben jedes Jahr in Deutschland rund 100 000 Menschen den plötzlichen Herztod. Hauptursache ist dabei das Kammerflimmern.

Nach einem Bericht der „Ärzte-Zeitung“ haben Studien in den Vereinigten Staaten schon vor Jahren ergeben, dass die Überlebensrate durch den Einsatz von Defibrillatoren von unter zehn auf über 70 Prozent steigt. (ket)

Weitere Informationen im Internet unter www.herzstiftung.de

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