José Pinto über die Krise bei SMA

Kommentar zur Talfahrt von SMA: Ringen um die Zukunft

Die Talfahrt des Niestetaler Solartechnik-Produzenten SMA hat sich dramatisch beschleunigt. Dazu ein Kommentar von HNA-Redakteur José Pinto.

Ums Überleben kämpft SMA zwar nicht – in der Kasse liegen noch immer 190 Mio. Euro. Aber der Solartechnik-Spezialist ringt um seine Zukunft. Ob all die Konsolidierungsbemühungen inklusive schmerzlichem Stellenabbau und die angekündigte Produktoffensive ausreichen, das einst erfolgsverwöhnte Unternehmen wieder in die Gewinnspur zu führen, bleibt abzuwarten.

Sicher ist nur: SMA muss schrumpfen und zwar schnell. Die einstigen, zeitweise überförderten Hauptmärkte in Europa sind weggebrochen, und ein Ausgleich in den wachsenden Überseemärkten ist nicht in demselben Maße gelungen – vor allem auch, weil SMA in den Solar-Boomländern China und Japan bis heute nicht nennenswert hat Fuß fassen können.

Das positivste Szenario für die Standorte Niestetal und Kassel ist aus heutiger Sicht der Verbleib einer starken Entwicklung und der Service einer kleinen, aber hocheffizienten Produktion von Premium-Produkten am Firmensitz. Denn Standard-Wechselrichter – insbesondere für Entwicklungs- und Schwellenländer – können andere billiger herstellen.

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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