Kritik an Anti-Scharia-Erklärung

CDU-Chef Williges: Erklärung von Muslimen vor Partei-Eintritt nicht notwendig

Frank Williges

Kreis Kassel. Die Forderung der CDU-Bundestagsabgeordneten Erika Steinbach, Muslime nur in die Partei aufzunehmen, wenn sie eine Anti-Scharia-Erklärung unterzeichnen, hält der Chef der Kreis-CDU, Frank Williges, für überflüssig.

Über jeden Antrag auf Aufnahme in die Partei stimme der Kreisvorstand individuell ab, sagte er auf HNA-Anfrage. Dabei beschäftige man sich mit den Parteiaspiranten. „Das ist ausreichend.“ Da die CDU ausdrücklich muslimische Mitglieder wolle, dürfe man Interessierte durch ein Verfahren wie das von Steinbach vorgeschlagenen nicht abschrecken.

Williges wies darauf hin, dass neue Mitglieder der Partei in den meisten Fällen nicht völlig unbekannt seien. Oft würden sie sich mit dem Eintrittswunsch an Mitglieder wenden oder würden von CDU-Mitgliedern empfohlen. Steinbach hatte gefordert, die Muslime müssten erklären, dass das Grundgesetz für sie über der muslimischen Rechtsordnung steht. 

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