Bürger hatten sich an Gemeinden gewandt 

Dubiose ungarische Fahrradsammler könnten gewarnt gewesen sein

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Ominöser Aufruf: Mit diesem Flyer wirbt angeblich eine Freiwillige Feuerwehr aus Ungarn für eine Farradsammlung.

Kreis Kassel. Die für Freitag in Stadt und Landkreis Kassel angekündigte Fahrradsammlung einer angeblichen Freiwilligen Feuerwehr aus Ungarn, könnte kurzfristig abgeblasen worden sein.

Wie Polizeisprecher Torsten Werner auf HNA-Anfrage mitteilte, gab es keine Hinweise auf mögliche Schrottsammler in den umliegenden Revieren.

Möglicherweise haben die Fahrradsammler aufgrund der HNA-Berichterstattung vom Mittwoch Lunte gerochen. „Vielleicht haben die Schrottsammler spitz bekommen, dass das Regierungspräsidium Kassel und die Polizei die Bevölkerung vor den Schrottsammlern gewarnt haben und sind weitergezogen“, vermutet Werner.

Keine Genehmigung

Seit Montag, 23. Mai, hatten sich Bürger aus Schauenburg, Lohfelden und Vellmar an die Gemeinden gewandt und auf eine ganz offensichtlich illegale Sammelpraxis verwiesen, für die mit Flyern in den Haushalten geworben wurde. Daraufhin hatte das Regeirungspräsidium Kassel (RP) am Mittwoch empfohlen, den Sammelaufruf zu ignorieren. 

Grund: Beim RP habe keine für eine solche Sammlung notwendige abfallrechtliche Sammelanzeige des „Herend Freiwillige Feuerwehr Verband“ vorgelegen. Das RP könne folglich nicht prüfen, ob die gesammelten Gegenstände ordnungsgemäß und ohne Schaden verwertet werden, wie es das Kreislaufwirtschaftsgesetz vorschreibt.

Adresse existiert nicht

Laut Polizei wurden zudem die Angaben auf dem dubiosen Werbezettel geprüft: „Es gibt keine Freiwilligen Feuerwehren in Ungarn“, sagte Werner. Auch die dort angegebene Adresse gebe es in Ungarn nicht. 

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