Hessen Mobil: 2030 rund 108.000 Fahrzeuge täglich auf A7 bei Kassel

Zwischen Kassel-Ost und Kassel-Süd soll die A  7 acht Fahrstreifen erhalten, aber nicht verbreitert werden. Der sechs Kilometer lange Abschnitt soll sowohl den Verkehr auf der Nord-Süd-Verbindung als auch den von der A  44 aufnehmen. Foto: Ketteritzsch / Montage: Hermes / HNA

Kaufungen / Lohfelden /Helsa / Kassel. Der Bau der Autobahn 44 zwischen Kassel-Ost und Helsa und der damit verbundene zusätzliche Verkehr auf der Autobahn 7 zwischen Kassel-Süd und Kassel-Ost wird nicht zu einem Verkehrschaos führen - heißt es in einem Gutachten.

Zu diesem Ergebnis kommt die für die Autobahnplanung zuständige Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil in einem Verkehrsgutachten.

Die Experten widersprechen damit der Befürchtung der Bürgerinitiative (BI) Pro A 44. Diese argumentiert, dass die geplante Bündelung des Verkehrs zwischen Kassel-Süd und Kassel-Ost auf einer Länge von rund sechs Kilometern zu einem „Flaschenhals“ mit permanenten Staus und einer erheblichen Verschlechterung der Luftqualität in der Stadt Kassel führen wird - nicht zuletzt wegen des hohen Anteils von Lastwagen.

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In einem Gutachten, das die Beratungsfirma Regio-Consult im Auftrag der BI erstellt hat, ist von rund 30.000 Lastwagen täglich auf der A 7 die Rede (die HNA berichtete).

In der Expertise von Hessen Mobil wird diese Zahl sogar überschritten. Wie Wolfgang Harms, Sprecher des Verkehrsministeriums in Wiesbaden, auf HNA-Anfrage erklärte, wird für das Jahr 2030, auf das sich die Vorhersage bezieht, mit rund 32.000 Lastwagen täglich gerechnet.

Insgesamt werden der Untersuchung von Hessen Mobil zufolge innerhalb von 24 Stunden 108.000 Fahrzeuge in dem A 7-Abschnitt unterwegs sein.

„Ein Verkehrschaos auf der A 7 und in den angrenzenden Bereichen ist jedoch weder bei Realisierung der Lossetalvariante von Hessen Mobil noch bei den anderen diskutierten Planungsvarianten zu befürchten“, erklärte der Ministeriumssprecher. Derzeit sind auf der A 7 täglich 88.000 Fahrzeuge unterwegs. Unabhängig von den Planungsvarianten - betrachtet wurden die Söhretrasse, die von der Bürgerinitiative vorgeschlagene H-Trasse zwischen Kassel-Süd und der Kunstmühle bei Oberkaufungen und die Lossetaltrasse - sei der geplante achtstreifige Ausbau der A 7 „mehr als ausreichend“, um den erwarteten Verkehr aufzunehmen.

Bei sämtlichen Planungsvarianten sei „von hohen Verkehrszahlen auszugehen“. Diese liegen laut Harms zwischen 89.000 und 110.000 Fahrzeugen pro Tag. Den Anteil der Lastwagen beziffern die Experten mit 25 bis 30 Prozent. Untersucht hat Hessen Mobil auch das Verkehrsaufkommen für den Fall, dass die Autobahn zwischen Kassel-Ost und Helsa nicht gebaut wird. 2030 wären auf der A 7 demnach 106.000 Fahrzeuge pro Tag unterwegs.

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