Kommentar zur Unterbringung von Flüchtlingen: "Bald vielleicht auch Sporthallen"

Kreis Kassel. Bislang hat der Landkreis Kassel die Flüchtlingsunterbringung im Griff, findet Kreisredakteurin Anna Lischper. Das könnte sich aber bald ändern. Ein Kommentar.

Dem Landkreis Kassel bleibt nichts anderes übrig, als die vielen Flüchtlinge, die Woche für Woche die Region erreichen, unterzubringen. Überlassen andere Landkreise diese Aufgabe ihren Kommunen, sagt der Kreis Kassel: Wir nehmen die Sache selbst in die Hand, regeln die Unterbringung zentral. Und das macht er gut. Bislang.

Jetzt, wo man mehr Kapazitäten für die Unterbringung der Menschen braucht, beginnt der Kreis mit der Anmietung von Hallen. Es ist der Schluss aus der Tatsache, dass die Privatimmobilien allein nicht mehr ausreichen. Die Liste der nutzbaren Hallen - allesamt im Altkreis Kassel - umfasst keine Schulsporthallen. Der Landrat beteuert, auf letztere mit Rücksicht auf Vereine und Schüler zu verzichten. Bislang.

Bis Ende 2016 soll sich die Zahl der Flüchtlinge im Kreis verdoppelt haben. Die Kommunalwahl steht an. Die Hallennutzung beweist: Der Kreis muss über seinen Schatten springen. Vielleicht kommen auch noch Schulsporthallen hinzu. Doch das könnte man den Verantwortlichen nicht übelnehmen.

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Rubriklistenbild: © dpa

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