SPD im Kreis Kassel setzt weiter auf wechselnde Mehrheiten

Landkreis Kassel. Die SPD im Kreis hat sich am Freitagabend geschlossen dafür ausgesprochen, im Kreistag künftig auf wechselnde Mehrheiten zu setzen und sachbezogen die Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen - außer der Rechtspartei AFD – zu suchen.

Der SPD fehlen nach der letzten Kreistagswahl vier Mandate zur absoluten Mehrheit.

Alle 135 Delegierten stimmten beim Unterbezirksparteitag in Ahnatal für einen entsprechenden Antrag des Vorstands. Das ist ein wichtiger Vertrauensbeweis für Unterbezirkschef Timon Gremmels, der sich für diese Strategie stark macht, die die Sozialdemokraten schon in der letzten Legislaturperiode im Kreistag praktiziert hatten. 

Die lockere Zusammenarbeit wollen die Sozialdemokraten den kleinen Parteien mit einer Erweiterung des Kreisausschusses von elf auf 14 Sitze versüßen. Dadurch erhielte die FDP automatisch einen Sitz im Kreisausschuss, die SPD zwei weitere. Davon will die Partei einen an die Linke abgeben, die sonst nicht dort vertreten wäre. Außerdem soll die SPD-Fraktion jeweils einen Ausschussvorsitz der CDU, den Grünen und den Freien Wählern überlassen.

Gegenüber der AFD werde die SPD zweigleisig fahren, sagte deren Fraktionschef Dieter Lengemann. Man lehne einerseits eine Zusammenarbeit ab, andererseits werde man nichts tun, um sie zu bekämpfen.

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