Schon bald 6000 Flüchtlinge im Landkreis Kassel

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Kreis Kassel. Ende des Jahres werden im Landkreis Kassel voraussichtlich 6000 Flüchtlinge untergebracht sein. Von dieser Zahl geht man bei der Kreisverwaltung aus, nachdem das Land am Donnerstag angekündigt hatte, Hessens nördlichstem Landkreis kurzfristig weitere 1000 Asylsuchende zuzuweisen.

Jeweils die Hälfte der Menschen soll in einer früheren Gewerbehalle in Grebenstein sowie in einer weiteren Halle in den Altkreisen Kassel oder Wolfhagen untergebracht werden.

Details zu den Standorten für die Notunterkünfte nannten Landrat Uwe Schmidt und die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Selbert (beide SPD) am Freitag auf HNA-Anfrage nicht. Sie erklärten allerdings, dass der Landkreis weiterhin auf die Belegung von Sporthallen verzichten werde.

Dass jetzt in Stadt und Kreis zusammen weitere 2000 Flüchtlinge untergebracht werden müssen, verwundert die Kreisspitze. „Wir hatten gehofft, dass Stadt und Landkreis Kassel aufgrund der hohen Zahl von Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes in unserer Region nicht als Standorte für Notunterkünfte ausgewählt werden“, heißt es in einer am Freitag verbreiteten Erklärung.

Wie berichtet, werden dem Landkreis jede Woche 100 Flüchtlinge neu zugewiesen. Bis zum Jahresende wird sich die Zahl der Asylsuchenden in den Gemeinschaftsunterkünften des Landkreises auf 2400 summieren. Bei den übrigen Betroffenen handelt es sich um Bewohner der Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes in Calden, Beberbeck, Lohfelden und demnächst in Fuldatal-Rothwesten. Hinzu kommen 200 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

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