Nordhessens militärische Vergangenheit

Soldaten üben in Söhrewald - Früher häufiger Manöver

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Manöverbeobachter: Rentner schauen in Wabern-Zennern im Schwalm-Eder-Kreis Fallschirmjägern der Bundeswehr zu, die auf ihren Einsatzbefehl warten. Die Männer sitzen auf einem Kraftkarren. Der „Kraka“, ein Vorläufer des Quad, konnte per Fallschirm abgeworfen werden. Das Foto entstand im Oktober 1977.  

Kreis Kassel. Erstmals seit langer Zeit üben am nächsten Wochenende wieder Soldaten in der Umgebung von Kassel. Früher waren diese Manöver viel häufiger. 

Aktive und Reservisten der Bundeswehr proben am Samstag, 3. September, in der Söhre die Zusammenarbeit mit Feuerwehren und Rettungsorganisatoren (die HNA berichtete). Angenommen wird ein Erdbeben, das von einstürzenden Bergwerksstollen in dem ausgedehnten Waldgebiet ausgeht. 

Für Spaziergänger und Wanderer dürften die Soldaten ein ungewohnter Anblick sein. Der Grund: Seit dem Mauerfall und dem Ende des Kalten Krieges gibt es in der Region keine Großmanöver mehr.

Auftrag: Den Feind aufhalten! Bundeswehrsoldaten bereiten beim Herbstmanöver „Wehrhafte Chatten“ im Herbst 1977 bei Fritzlar die „Sprengung“ einer Straße vor. Archivfoto: Werek

Bis dahin hatten die Soldaten der in Kassel beheimateten 2. Panzergrenadierdivision regelmäßig geübt. Vor allem im Herbst wurde - oft zusammen mit Amerikanern und Soldaten aus anderen Nato-Staaten - simuliert, wie der zumeist Rotland genannte Feind zurückgeschlagen werden kann. 

Für die jungen Wehrpflichtigen der Bundeswehr waren Manöver mit martialisch klingenden Bezeichnungen wie „Wehrhafte Chatten“ oft eine willkommene Abwechslung zum Alltag in den Kasernen und auf den Übungsplätzen. Kamen sie doch mit der Bevölkerung in den Städten und Dörfern zusammen.

Wer heute um die 50 ist, kann sich noch daran erinnern, wie spannend es war, einmal in einem der engen Panzer Platz zu nehmen. Aus Anlass der Übung in der Söhre am Wochenende zeigen wir historische Manöver-Fotos aus dem HNA-Archiv.

Zeitzeugen gesucht

Erkennen Sie sich auf einem der Fotos wieder? Oder erinnern Sie sich an besondere Begebenheiten bei den Manövern? Dann melden Sie sich. Kontakt: HNA Kreis Kassel, Frankfurter Str. 168, 34121 Kassel, Tel. 0561/203-1525, Fax: 0561/203-2400, E-Mail: kreiskassel@hna.de

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