Windkraft: Behörde arbeitet 32.000 Einwendungen ab

Kreis Kassel. Im April soll eine erste Zusammenfassung der ausgewerteten Einwendungen gegen die geplanten Standorte für Windkraftanlagen in der Region vorliegen.

Das teilte Michael Conrad, Sprecher des Regierungspräsidiums Kassel, auf Anfrage der HNA mit. Schon mehrfach war der Termin verschoben worden. Grund für die Verzögerung in der Auswertung ist die hohe Zahl der eingegangenen Einsprüche: 32.000 waren es insgesamt aus Nord- und Osthessen.

Rund 10.000 Einsprüche davon kamen allein aus dem Landkreis Kassel. Mit der stark zugenommenen Arbeit rund um das Thema Flüchtlinge habe die Verzögerung indes nichts zu tun. Der Teilregionalplan habe „Priorität“. Die Mitarbeiter würden entsprechend eingeteilt. Das sei manchmal hart, aber zu schaffen, so Michael Conrad.

Demnach sollen die Mitglieder der Regionalversammlung die ersten Ergebnisse im April bekommen. Der komplette Entwicklungsplan solle dann noch vor den Sommerferien fertiggestellt werden.

Michael Conrad

Konsequenzen würden sich aus dem veränderten Zeitplan allerdings nicht ergeben, sagt der Sprecher. „Anträge für Windkraftanlagenkönnen nach wie vor gestellt werden.“ Dass Anlagen jetzt auf Flächen genehmigt werden, die später gar nicht zu den Vorranggebieten gehören, „kann nicht passieren. Das ist ausgeschlossen.“ Man kenne die Flächen und wisse bereits jetzt, wo Windkraft nicht möglich sei.

Dass nach der Kommunalwahl eine andere politische Besetzung der Regionalversammlung möglich sei, habe keine Auswirkungen auf die Auswertung, sagt Conrad. Natürlich könne sich dadurch etwas am Abstimmungsverhalten ändern. Es herrsche aber über die Parteigrenzen hinweg „Konsens“.

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