Kreisbrandmeister dürfen künftig Blaulicht und Martinshorn nutzen

Kreis Kassel. Die hessische Landesregierung macht den Weg frei für die Kreisbrandmeister: Künftig dürfen sie Blaulicht und Martinshorn an den Privatwagen anbringen. 

So sollen sie schnellstmöglich zum Einsatzort kommen. Die rechtliche Grundlage dafür sei nun geschaffen, teilte das Innenministerium am Freitag mit. Wann die Regelung in Kraft treten soll, teilte man uns auf HNA-Anfrage nicht mit.

Zusätzlich zu der mobilen Sondersignalanlage aus Martinshorn und Blaulicht, die an den Zigarettenanzünder im Auto angeschlossen wird, sollen die Fahrzeuge mit einem Magnetschild an Vorder- und Rückseite ausgestattet werden. Ziel dessen ist es, dass andere Verkehrsteilnehmer die ehrenamtlichen Feuerwehrchefs im Einsatz erkennen.

Sebastian Mazassek

Sebastian Mazassek, Kreisbrandinspektor des Landkreises Kassel, begrüßt die Entscheidung aus Wiesbaden. „Die Regelung entlastet mich, denn ich kann nicht immer verfügbar sein.“ Weil jetzt auch seine sechs Kreisbrandmeister schneller an den Einsatzort kommen könnten, würde es keinen Nachteil für die Hilfeleistung bedeuten, wenn er mal verhindert sei.

Immerhin müssten Kreisbrandmeister - im Gegensatz zu Brandmeistern der Kommunen - auch mal bis zu 70 Kilometer von ihrer Arbeitsstätte oder ihrem Zuhause bis zum Einsatzort zurücklegen. So erklärt sich der Inspektor auch, dass die Regelung nur auf Kreis- und nicht auf kommunaler Ebene umgesetzt werde.

Eine Alternative zur Privatwagen-Regelung seien Kommandowagen. „Die würden um die 50.000 Euro kosten und die Steuerzahler zusätzlich belasten“, sagt Mazassek. Stattdessen seien es nun die Kreisbrandmeister, die etwaige Mehrkosten in der Kfz-Versicherung tragen müssten. Denn ihre Autos würden mit der neuen Ausstattung zu Sonderfahrzeugen.

Archivvideo: Im Privatwagen mit Blaulicht

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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