Feuerwehr Lohfelden übte die Rettung von alten Menschen aus Seniorenheim

Leitern für den Ernstfall

Übung für den Einsatzfall: Ein Feuerwehrmann der Freiwilligen Feuerwehr Lohfelden kommt einem Bewohner des ASB-Altenzentrums zur Hilfe. Fotos: Wohlgehagen

Lohfelden. „Wenn es in einem Altenheim brennt, muss man in jedem Zimmer mit allem rechnen“, sagte der stellvertretende Brandinspektor der Gemeinde Lohfelden, Michael Kahl, bei einer Übung der Freiwilligen Feuerwehr am ASB-Seniorenzentrum im Quellenweg. Die Feuerwehr probte dort mehrere Stunden lang für den Ernstfall. An der Übung nahm auch die Kasseler Berufsfeuerwehr mit einem Drehleiterfahrzeug teil.

Die Drehleiter aus Kassel kann bis zu einer Höhe von 23 Metern ausgefahren werden. In ihrem Korb finden Mannschaft und gerettete Menschen einen sicheren Platz.

Die Einsatzkräfte der Lohfeldener Feuerwehr bewiesen während der Übung, dass sie auch mit Steck- und Schiebeleitern bis ins dritte Obergeschoss der Altenheimgebäude vordringen können, um Bewohner aus den Zimmern oder von den Balkonen zu holen.

„Für den Einsatzfall ist es wichtig zu wissen, wo man mit welcher Leiter am schnellsten und vor allem am sichersten zum Erfolg kommt“, sagte Einsatzleiter Michael Joksch.

Etwas Unruhe unter Senioren

Heimleitung, Mitarbeiter und Bewohner waren über die Übung informiert. Dennoch sorgte der Übungseinsatz für ein wenig Unruhe unter den 120 Senioren. Es kommt eben nicht oft vor, dass fünf Feuerwehrfahrzeuge vorfahren oder plötzlich ein Feuerwehrmann mit Helm auf dem Balkon steht.

„Wenn es brennt, muss man die Leute irgendwie rauskriegen“, sagte Michael Kahl, der die Anstellmöglichkeiten der großen Drehleiter und den Einsatz von Atemschutzträgern mit Michael Joksch und den Kollegen der Berufsfeuerwehr erörterte.

Probleme könnte es besonders nachts geben, wenn zur Betreuung der überwiegend altersdementen Bewohner wenig Personal im Hause sei, hieß es.

Die Feuerwehr müsse ständig für Brand- und Gefahrguteinsätze proben, bestätigte auch Klaus Sturm. Der Gemeindebrandinspektor erinnert sich mit seinen Führungskollegen an besonders spektakuläre Einsätze der Lohfeldener Wehr, wie das Großfeuer in einer Gärtnerei an Silvester 2006 oder einen Kellerbrand vor zwei Jahren in Vollmarshausen, als ein Bewohner mit einer Fluchtrettungshaube über das Treppenhaus in Sicherheit gebracht werden konnte.

Im vergangenen Jahr, so Klaus Sturm weiter, sei die Freiwillige Feuerwehr zu zehn Brandeinsätzen ausgerückt. (ppw) HINTERGRUND

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